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Ferrari in Ungarn: Zwischen Siegeshoffnung und dem Dilemma

Mit großer Hoffnung auf einen Doppelsieg wollte Ferrari in Ungarn überzeugen. Fehler bei der Strategie und eine Strafe sorgten aber für eine Enttäuschung.

Ferrari in Ungarn: Zwischen Siegeshoffnung und dem Dilemma Foto: © IMAGO / Marco Canoniero

Zwei Themen prägen seit vielen Jahren die Geschehnisse bei der Formel 1.

Dazu zählen dominierende Vorstellungen des Branchenprimus und zahlreiche Fehler beim wohl traditionsreichsten Rennstall der Königsklasse des Motorsports.

Natürlich ist von Ferrari die Rede. Auch beim GP von Ungarn unterstrich die "Scuderia" dieses Vorurteil wieder in gewohnter Manier.

Nach starken Vorstellungen zu Beginn des Wochenendes befanden sich Lewis Hamilton und Charles Leclerc eigentlich in der Favoritenrolle. Letztlich verpassten aber beide Piloten sogar das Podium.

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Ein Strafen-Fiasko setzt sich bei Hamilton fort

Noch vor wenigen Wochen schöpfte die "Scuderia" nach dem Premieren-Sieg von Hamilton in Barcelona viele Hoffnungen auf den so langersehnten WM-Titel.

Derzeit sieht die Situation aber wieder ganz anders aus. Denn der britische Rekord-Champion zieht scheinbar Regelverstöße magnetisch an.

Zunächst kam er in Silverstone nach der Missachtung von gelben Flaggen noch mit einer Verwarnung davon. Bereits beim nächsten Rennen handelte er sich aber nach einer Kollision mit George Russell eine Zeitstrafe ein.

Nun folgten sowohl in der Qualifikation als auch am Rennsonntag eine weitere Strafe. Dabei fasste er nach dem Qualifying wegen einer Behinderung gegen Piastri eine Strafversetzung von drei Plätzen aus. Zudem warf ihn nun beim Rennen eine Überschreitung des Speedlimits auf den fünften Platz zurück.

Klarerweise war Hamilton darüber wenig begeistert. "Sie (die FIA, Anm. d. Red.) verteilen Strafen wie am Fließband", schimpfte der Brite über Funk.

Frust bei Hamilton über Stopp: "Wir hätten es nicht tun sollen"

Auch die Reifenstrategie ging bei Ferrari wieder daneben. Zunächst entschloss sich die "Scuderia" als einziges Team im Spitzenfeld für die weichen Reifen, um einen Gripvorteil beim Start ausnutzen zu können.

Das Risiko ging aber nicht auf. Beide Piloten blieben vorerst über einige Runden hinter Max Verstappen (Red Bull) stecken und die McLaren-Piloten bauten den Vorsprung aus. Folgerichtig war die Siegeschance schon früh dahin.

Obendrein holte die "Scuderia" in der Schlussphase auch noch Hamilton während der VSC-Phase nach dem Zwischenfall mit Oscar Piastri ein drittes Mal zum Reifenwechsel an die Box.

Deswegen zog Hamilton nicht nur gegen Verstappen, sondern auch im Kampf um das Podium mit Antonelli den Kürzeren.

"Wir hätten den Boxenstopp nicht machen sollen. Meine Reifen waren völlig in Ordnung. Ich hätte mindestens den dritten Platz halten können", meinte der Brite.

Somit vergrößerte sich der Abstand in der WM-Wertung zwischen Antonelli und Hamilton auf 50 Punkte und die Hoffnungen auf den Titel schwinden.

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