NEWS

Eine "magische Runde" für Kimi Antonelli

Der Italiener dominiert mit gerade einmal 19 Jahren die Formel 1 und verweist Max Verstappen im Monaco-Qualifying auf Platz zwei: Kimi Antonelli sorgt auch im Fürstentum für Begeisterung.

Eine "magische Runde" für Kimi Antonelli

Kimi Antonelli ist der Shooting Star der Formel 1 schlechthin. Nach vier Grand-Prix-Siegen in Serie erringt der 19-jährige Italiener auch in Monaco die Pole Position und ist damit beim Rennen am Sonntag der große Favorit (15:00 Uhr im LIVE-Ticker >>>).

In Monaco ist das Qualifying wichtiger als sonst irgendwo. Der enge Stadtkurs durch Monte Carlo bietet kaum Überholmöglichkeiten. Wer vorne startet, der bleibt oft auch vorne. Racepace hilft nicht viel, weil man auch an langsameren Autos kaum vorbei kommt.

In Monte Carlo kommen die Wände immer näher

Nicht nur die Stoppuhr, auch die Leitplanken haben die Fahrer im Fürstentum fest im Griff.

"Ich glaube das ist eines der, wenn nicht das intensivste Qualifying des Jahres und es braucht einen gewaltigen Einsatz", zollt Wunderkind Kimi Antonelli der Strecke Tribut.

Auch dem WM-Leader mit vier Grand-Prix-Siegen in Serie im Gepäck flößt der Kurs Respekt ein: "Sogar im Training braucht es den Einsatz, wo wir versuchen, immer näher ans Limit heran zu kommen. Es ist nicht leicht, die letzten zwei Zehntel zu finden, weil die Wand immer näher kommt."

Und nicht alle Barrieren stehen fest an der Seite der Rennstrecke, wie Antonellis härtester Widersacher Max Verstappen erinnert: "Insgesamt sind wir sehr glücklich damit, wie das Qualifying gelaufen ist, auch wenn wir uns mit dem Verkehr herumschlagen mussten."

Leitplanken, Wände, die engsten Kurven im gesamten Rennkalender und, nicht zu vergessen, 21 andere Autos lassen auf der Rennstrecke nur wenig Platz. "Da muss man erst das Selbstvertrauen entwickeln", unterstreicht Qualifying-Triumphator Antonelli.

"Es war eine magische Runde"

Spätestens im dritten Durchgang der Qualifikation war das Selbstvertrauen beim jungen Italiener voll da. "Es war eine magische Runde", freut sich Antonelli nach der Qualifikation über seine Poleposition, "wir haben es geschafft, dass einfach alles passt."

Ganz ungefährdet war die Pole für Antonelli jedoch nicht, das weiß auch der junge Rennfahrer: "Es war so ein knappes Qualifying mit Max."

Richtig knapp war es am Anfang des dritten Qualifikations-Durchgangs, das war Antonelli auch in der Hitze des Gefechts bewusst. "Beim ersten Run in Q3 war eine Millisekunde zwischen uns", erinnert er an den engen Schlagabtausch der beiden Racer.

Im zweiten Versuch konnte Antonelli sogar weiter vorlegen: "Ich habe gewusst, dass meine zweite Runde gut war und habe einfach gehofft, dass es genug sein würde." Und es war genug, um etwas mehr als vier Hundertstelsekunden. Antonellis Urteil zum Schluss: "Es war sehr knapp und ich bin sehr glücklich damit."

Der Ferrari-Freitag ist vorbei

Max Verstappen hat das enge Duell mit Antonelli zwar verloren, zeigte sich aber im Interview mit Ex-Champion Jenson Button trotzdem sehr zufrieden: "Hättest du mir gestern gesagt, dass ich in der ersten Startreihe stehe, dann hätte ich das gerne genommen." Beide freien Trainings am Freitag endeten mit Bestzeiten der roten Flitzer aus Maranello.

Auch im letzten Training am Samstag Vormittag fehlte Verstappen fast eine Sekunde auf Spitzenreiter Antonelli. "Heute Vormittag hatten wir auch noch einige Schwierigkeiten mit dem Auto. Dann ins Qualifying zu gehen und so weit oben zu stehen, war extrem positiv", freut sich Verstappen über den Fortschritt über die Mittagspause.

Die erste Reihe hat zwei Blitzstarter im Rücken

Antonelli hat auf Pole alle Trümpfe in der Hand und gibt sich mit Blick auf den Sonntag entspannt und optimistisch: "Ich fühle mich heute großartig und freue mich auf das Rennen."

Auf dem zweiten Startplatz muss Max Verstappen auch ganz genau in die Rückspiegel schauen. "Ich bin zufrieden, dass ich in der ersten Reihe stehe. Aber beim Start morgen müssen wir noch schauen. Diese Autos sind beim Start sehr kompliziert und ich habe zwei Autos hinter mir, die sehr gut starten können", verweist Verstappen auf die beiden Ferraris von Lewis Hamilton und Charles Leclerc, die aus der zweiten Reihe starten werden.

Dass die Ferraris beim Start blitzschnell loslegen können, ist bekannt. Neben Kimi Antonellis Pole Position ist das wohl der größte Trumpf beim Grand Prix von Monaco. Ausgerechnet Antonellis Teamchef Toto Wolff warnt aber bei Sky vor dem Niederländer: "Mit Max Verstappen ist immer zu rechnen", mahnt der Wiener.

Kommentare