"Nicht mit Gewalt" - Wolff mit Regel-Appell nach Formel-1-Treffen
Der Wiener Mercedes-Teamchef mahnt zu Fingerspitzengefühl in puncto Regeländerungen. "Wir müssen aus der Vergangenheit lernen."
Toto Wolff mahnt für Regeländerungen in der Formel 1 mehr Fingerspitzengefühl ein, anstatt mit dem Holzhammer vorzugehen.
Dies sagte der Mercedes-Teamchef am Montag im Zuge eines Treffens der Formel-1-Akteure in London, bei dem über Anpassungen der neuen Regeln bis zum nächsten Rennen im Mai in Miami diskutiert werden sollen.
"Ich muss wirklich sagen, dass die Gespräche zwischen den Fahrern, dem Motorsport-Weltverband FIA, der Formel 1 und den Teams konstruktiv waren", sagte er in einer Videokonferenz. Alle Involvierten würden dasselbe Ziel verfolgen.
Gute Lösungen in Sicht
"Es geht darum, wie wir das Produkt verbessern, es zu einem echten Rennwagen machen und gleichzeitig die Sicherheit optimieren können - aber mit Bedacht und nicht mit Gewalt."
Aus seiner Sicht komme man guten Lösungen zu einer Weiterentwicklung des Reglements näher.
"Wir müssen aus der Vergangenheit lernen, in der Entscheidungen manchmal überhastet getroffen wurden, wir dann über das Ziel hinausgeschossen sind und erst später gemerkt haben, dass es nicht gut war", sagte der Wiener.
Mercedes hat alle drei Rennen dieser Saison gewonnen, die ersten beiden sogar mit einem Doppelsieg. Der italienische Teenager Kimi Antonelli führt die Gesamtwertung vor seinem Teamkollegen George Russell an.
Der vierfache Weltmeister Max Verstappen im Red-Bull-Cockpit, der in den bisherigen drei Rennen nicht einmal in Podiumsnähe gekommen war, bezeichnete die Regeln als grundlegend fehlerhaft. Er deutete gar an, dass er aussteigen könnte, falls keine grundlegenden Änderungen vorgenommen werden.