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Martin Baturina
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Petar Musa
Spektakel! England ringt Kroatien im WM-Kracher nieder
England und Kroatien liefern sich im größten Stadion der WM ein packendes Duell mit sechs Toren. Die Engländer gehen gleich gleich dreimal in Führung und setzen sich verdient durch.
England gewinnt das Topspiel der WM-Gruppe L gegen Kroatien mit 4:2 und übernimmt damit vorerst die Tabellenführung.
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Vor 94.000 Zuschauern im Dallas Stadium treffen zwei europäische Schwergewichte aufeinander. Die Neuauflage des WM-Halbfinales von 2018 hält von Beginn an, was sie verspricht.
Zunächst sind die Kroaten besser in der Partie. Josip Šutalo kommt nach einem Eckball früh zum ersten Abschluss, setzt den schwierigen Volley aber deutlich über das Tor (3.). Wenig später erhält England die große Chance auf die Führung. Nach einer Ecke bringt Luka Modrić Noni Madueke im Strafraum zu Fall, Schiedsrichter Clément Turpin zeigt sofort auf den Punkt (9.).
Kane trifft erst im zweiten Anlauf
Harry Kane scheitert zunächst an Dominik Livaković, der den Strafstoß stark pariert. Weil sich der kroatische Schlussmann jedoch zu früh von der Linie bewegt, wird der Elfmeter wiederholt. Beim zweiten Versuch lässt sich Kane nicht mehr bitten und hämmert den Ball zum 1:0 ins Netz (12.).
Die Mannschaft von Thomas Tuchel übernimmt danach zunehmend die Kontrolle. Vor allem über die rechte Seite sorgt Madueke immer wieder für Gefahr, echte Großchancen bleiben jedoch zunächst aus.
Stattdessen schlägt Kroatien mit einem Traumtor zurück. Luka Vušković gewinnt den Ball gegen Jude Bellingham, Petar Sučić bedient Martin Baturina schließlich im Rückraum. Der Mittelfeldspieler zieht direkt ab und trifft sehenswert ins linke Kreuzeck (36.).
Doch die Antwort der Engländer lässt nicht lange auf sich warten. Nach einer weiteren Ecke von Declan Rice steigt Kane am Elfmeterpunkt hoch und köpft wuchtig zum 2:1 ein (42.). Gleichzeitig stellt der Bayern-Stürmer damit den WM-Torrekord von Gary Lineker mit zehn Treffern ein.
Kroatien beweist erneut Moral
Wer glaubt, die Kroaten würden mit einem Rückstand in die Kabine gehen, wird eines Besseren belehrt. In der Nachspielzeit legt Ivan Perišić per Kopf für Petar Musa auf, der den Ball volley zum 2:2-Ausgleich verwertet (45.+5).
Mit vier Toren aus vier Torschüssen geht es in einem hochklassigen und vor allem enorm effizienten Spitzenspiel in die Pause.
England drückt, Livaković hält
Die Three Lions kommen furios aus der Kabine. Gerade einmal 86 Sekunden nach Wiederbeginn schickt Elliot Anderson Jude Bellingham auf die Reise. Der Real-Star setzt sich stark gegen Mario Pašalić durch und schiebt zum 3:2 ins lange Eck ein (47.).
England drängt nun auf die Vorentscheidung. Bellingham prüft unmittelbar danach erneut Livaković (48.), wenig später setzt Nico O'Reilly einen Kopfball knapp daneben (49.). Der kroatische Schlussmann rückt nun immer mehr in den Mittelpunkt.
Rice scheitert mit einem Distanzschuss am Keeper (52.), ehe Livaković innerhalb weniger Minuten mehrere Großchancen von O'Reilly, Anthony Gordon und Kane spektakulär entschärft (55.-57.).
Rashford macht den Deckel drauf
Trainer Zlatko Dalić reagiert und stellt auf eine offensivere Formation um. Tatsächlich kommen die Kroaten danach etwas besser ins Spiel. Der eingewechselte Marco Pašalić prüft erstmals Jordan Pickford (76.), wenig später versucht es auch Igor Matanović aus der Distanz (77.).
Die beste Chance auf die Entscheidung vergibt zunächst Djed Spence, der an Livaković scheitert (82.). Kurz darauf ist der Widerstand der Kroaten aber doch gebrochen. Nach einer starken Kombination über Bukayo Saka, Morgan Rogers und Spence landet der Ball bei Marcus Rashford. Der Joker lässt seinen Gegenspieler aussteigen und vollendet zum 4:2-Endstand (84.).
Damit feiert England einen verdienten Auftaktsieg und übernimmt mit drei Punkten die Führung in Gruppe L. Kroatien zeigt zwar einmal mehr seine bekannte Turnier-Mentalität, steht nach einem unterhaltsamen Schlagabtausch aber mit leeren Händen da.
Für England geht es am Dienstag (22:00 Uhr MESZ) gegen Ghana weiter. Kroatien trifft am Mittwoch (1:00 Uhr MESZ) auf Panama.