Marokko
MAR
Haiti
HAI
- Achraf Hakimi
-
Ismael Saibari
-
Soufiane Rahimi
-
Gessime Yassine
-
Bono e
-
Wilson Isidor
Haiti ärgert die favorisierten Marokkaner vergeblich
Marokko muss zwei Mal gegen den beherzten Außenseiter ausgleichen und braucht lange, um Dominanz auch in Tore umzumünzen.
Am letzten Spieltag der Gruppe C gewinnt Marokko mit 4:2 gegen Haiti.
Marokko kann das Fernduell um den Gruppensieg wegen der Tordifferenz aber nicht für sich entscheiden und schließt die Gruppenphase auf Tabellenplatz zwei ab. Haiti ist mit drei Niederlagen ausgeschieden.
Haiti hat gegen spielerisch überlegene Marokkaner so seine Probleme, gerade über die Flügel sind die "Grenadiers" aus der Karibik immer wieder offen. In ihrem vorerst letzten Spiel wollen sich die bereits ausgeschiedenen Haitianer aber mit erhobenem Haupt verabschieden und gehen entsprechend offensiv eingestellt in diese Partie.
Der Außenseiter überrascht Marokko früh
Nach zehn Minuten trägt der Mut des Außenseiters erste Früchte: Josue Casimir sichert rechts den Ball, Jean-Kevin Duverne hinterläuft mit Tempo und spielt fast von der Torauslinie den scharfen Pass zur Mitte. Dort ist Lenny Joseph an der ersten Stange in Position gelaufen und lenkt den Ball mit der Ferse ins Tor.
Offiziell zählt die unerwartete 1:0-Führung für Haiti als Eigentor von Marokko-Schlussmann Yassine Bounou, weil der Ball noch vom Rücken des Torhüters abprallt.
Marokko greift nach dem Gegentreffer mit Wut im Bauch an und bringt Haiti in heftige Bedrängnis. Achraf Hakimi scheitert nur knapp an einer Fußabwehr des starken Haiti-Schlussmannes Johny Placide. Der Abpraller springt zu Ayoub El Kaabi, der Placide ebenfalls nicht überwinden kann (29.).
Große Show noch vor der Pause
Gegen Ende der ersten Hälfte öffnen sich dann alle Schleusen und ein regelrechter Torregen setzt ein. In Minute 39 muss Placide eine unangenehm abgefälschte Flanke in die Mitte klatschen lassen. Hakimi drückt das Leder mit mehr Willen als Technik zum Ausgleich ins Tor.
Das 1:1 währt aber nicht lange, Haiti antwortet sofort. Duverne sichert den Ball halbrechts einige Meter vor dem Strafraum der Marokkaner und legt für Wilson Isidor ab. Der Sunderland-Stürmer zögert keine Sekunde und jagt eine Rakete von einem Schuss genau ins Kreuzeck, 2:1 für Haiti in Minute 43.
Marokko rennt weiter an
Noch vor der Pause gelingt Marokko der neuerliche Ausgleich. Diesmal glänzt Hakimi als Vorlagengeber und legt vom Flügel zurück in die Mitte, wo am Rande des Sechzehners Saibari heranstürmt und den Ball überlegt in die lange Ecke befördert (45.+1).
Nach der Pause das gleiche Bild: Marokko ist klar feldüberlegen und kann sich lange vorne festspielen. Haiti hält der Übermacht aber stand. Placide entschärft etwa einen Fernschuss von Bilal El Khanouss (58.), etwas später klärt Ricardo Ade risikoreich nur knapp über das eigene Tor (64.). Die Dominanz der Marokkaner trägt aber lange keine Früchte.
Erst spät ist alles klar
Erst der eingewechselte Soufiane Rahimi bringt den Durchbruch für Marokko. Der aufgerückte Innenverteidiger Chadi Riad verlängert einen Eckball per Kopf zu Rahimi, der sich noch einmal dreht und aus kurzer Distanz wuchtig einschießt. Nach 78 gespielten Minuten geht Favorit Marokko erstmals in diesem Spiel in Führung.
Kurz vor Ende der regulären Spielzeit dann der Schlusspunkt: Carlens Arcus verliert auf der eigenen Torauslinie den Ball an Rahimi, der locker quer spielen kann. Gessime Yassine muss nur noch einschieben, das 4:2 sichert Marokko endgültig den Sieg.