Algerien ist raus! Schweiz beendet WM-Fluch
Die Eidgenossen setzen sich gegen Algerien souverän durch und gewinnen erstmals seit 1938 wieder ein WM-K.o.-Spiel.
Die Schweiz steht bei der FIFA-WM 2026 im Achtelfinale.
Die Mannschaft von Murat Yakin setzt sich im Sechzehntelfinale gegen Algerien verdient mit 2:0 durch und feiert damit den ersten Sieg in einem WM-K.o.-Spiel seit 1938.
Algerien hingegen verpasst den erstmaligen Sieg in einem WM-K.o.-Spiel. Für die "Wüstenfüchse" endet damit dennoch ein insgesamt erfolgreiches Turnier, nachdem der erstmalige Einzug in die K.o.-Phase seit 2014 gefeiert wurde.
Manzambi bereitet Embolo-Führung vor
Die Nordafrikaner starten mutig in die Partie und finden bereits nach sechs Minuten die erste Topchance vor. Nach einer flachen Hereingabe von Rafik Belghali kommt Houssem Aouar am Elfmeterpunkt frei zum Abschluss, setzt den Ball aber deutlich am linken Pfosten vorbei.
Algerien gewinnt in der Anfangsphase viele Zweikämpfe und sorgt immer wieder für hohe Ballgewinne. Umso überraschender fällt die Schweizer Führung:
Johan Manzambi marschiert in der 10. Minute mit viel Tempo auf die letzte Kette zu, lässt Aissa Mandi stehen und legt mustergültig für Breel Embolo quer, der aus kurzer Distanz nur noch einschieben muss.
Für Manzambi ist es bereits der fünfte Scorerpunkt im vierten WM-Spiel.
Einiges los vor der Pause
Mit dem Treffer übernimmt die Schweiz zunehmend die Kontrolle. Denis Zakaria prüft wenig später Luca Zidane (15.), ehe der Monaco-Kapitän den Ball nach einem Vargas-Freistoß per Kopf über das Tor setzt (37.).
Kurz darauf verhindert Mandi mit einer starken Grätsche gegen Embolo den möglichen zweiten Gegentreffer (39.).
Vor der Pause melden sich die Algerier noch einmal zurück. Ein abgefälschter Abschluss von Fares Chaibi bereitet Gregor Kobel allerdings keine Probleme (43.), ehe Ibrahim Maza eine gute Gelegenheit in der Nachspielzeit deutlich vergibt.
Traumstart entscheidet die Partie
Die zweite Halbzeit beginnt aus Sicht der Schweizer perfekt. Gerade einmal 50 Sekunden nach Wiederbeginn kann Algerien einen Stanglpass von Zakaria nicht klären. Ramy Bensebaini spielt den Ball beim Klärungsversuch genau vor die Füße von Dan Ndoye, der aus 15 Metern flach zum 2:0 einschießt (46.).
Die beste Chance auf den Anschlusstreffer vergibt Riyad Mahrez wenig später. Nach einer Hereingabe von Belghali zieht der Routinier direkt ab, Zakaria wirft sich aber entscheidend in den Schuss (50.).
Anschließend präsentiert sich die Schweiz äußerst abgeklärt. Die Mannschaft von Murat Yakin lässt den Ball lange durch die eigenen Reihen laufen, nimmt Tempo aus der Partie und lässt defensiv kaum noch etwas zu.
Rieder vergibt das 3:0
In der Schlussphase bieten sich den Eidgenossen sogar mehrere Möglichkeiten auf die endgültige Entscheidung. Fabian Rieder scheitert zunächst mit einem Distanzschuss an Mandi, der auf der Linie rettet (75.).
Nur sechs Minuten später vergibt der Augsburg-Legionär dann die wohl größte Chance des Spiels. Nach einer Hereingabe von Zakaria rutscht Embolo am Ball vorbei, wodurch Rieder am zweiten Pfosten völlig frei vor dem leeren Tor zum Abschluss kommt, die Kugel aber tatsächlich neben den Kasten setzt (81.).
Das bleibt ohne Folgen. Die Schweiz bringt den Vorsprung souverän über die Zeit, steht damit zum vierten Mal in Folge im WM-Achtelfinale und beendet zugleich eine historische Durststrecke: Erstmals seit dem Erfolg gegen das Deutsche Reich bei der WM 1938 gewinnen die Eidgenossen wieder ein K.o.-Spiel bei einer Weltmeisterschaft.
Im Achtelfinale treffen die Eidgenossen am kommenden Dienstag (22:00 Uhr MESZ) erneut im BC Place Stadium in Vancouver entweder auf Kolumbien oder Ghana. Der Gegner wird erst am morgigen Samstag ermittelt.
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