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Vertrag mit Wettanbieter aus Russland: Pirlo dementiert Vorwürfe

Der Italiener wird derzeit als Teamchef in seinem Heimatland gehandelt. Ein Vertrag mit einem Wettanbieter aus Russland lässt das Engagement wackeln.

Vertrag mit Wettanbieter aus Russland: Pirlo dementiert Vorwürfe Foto: © IMAGO / LaPresse

Andrea Pirlo galt nach der Absage von Pep Guardiola eigentlich als Favorit auf den Teamchefposten Italiens. Das Ganze gestaltet sich aber schwierig.

Die Fußballlegende hat nämlich einen Vertrag mit dem russischen Wettanbieter "fonbet" und dient dort als Werbegesicht. >>>

Aufgrund des Angriffskrieges gegen die Ukraine pflegt Italien keine guten Beziehungen zu Russland. Dementsprechend wird das Thema immer mehr zur politischen Debatte.

Der Präsident des Fußballverbands FIGC, Giovanni Malago, lässt Berichten zufolge die Verträge Pirlos mit dem Wettanbieter prüfen.

Pirlo schreibt nach Salzburg-Match

Pirlo arbeitet indes weiter für seinen Klub United FC (Vereinigte Arabische Emirate) und holte bei einem Geheimtest gegen den FC Red Bull Salzburg ein 1:1. >>>

Nach dem Spiel äußert sich der Italiener auf "Instagram" zur Debatte um seine Person. "In den letzten Tagen habe ich mit großer Bitterkeit die Debatte verfolgt, die sich um meinen Namen und die Möglichkeit, das Amt des Nationaltrainers der italienischen Nationalmannschaft zu übernehmen, entwickelt hat."

"Aus Respekt gegenüber den Institutionen, dem Verband und allen beteiligten Personen habe ich mich bisher dazu entschieden, zu schweigen. Ich halte es jedoch für meine Pflicht, einige Aspekte zu klären", schreibt Pirlo.

Laut Pirlo keine politische Bedeutung

Der Ex-Juventus-Coach macht klar: "Im Laufe meiner Karriere, zunächst als Fußballspieler und heute als Trainer, habe ich meine Tätigkeit stets unter vollständiger Einhaltung der Gesetze der Länder, in denen ich tätig war, sowie der von mir unterzeichneten Verträge ausgeübt."

"Die berufliche Zusammenarbeit, die Gegenstand der jüngsten Kontroversen ist, entstand im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeit in den Vereinigten Arabischen Emiraten und ist ausschließlich kommerzieller und sportlicher Natur. Dieser Zusammenarbeit eine politische Bedeutung zuzuschreiben, bedeutet, mir Überzeugungen zu unterstellen, die ich nie geäußert habe und die mir fremd sind."

Der 47-Jährige dürfte nach wie vor auf den Job bei der "Squadra Azzurra" hoffen. Laut einem neuesten Bericht der "Gazzetta dello Sport" dürfte eine Anstellung aber immer unwahrscheinlicher werden.

Demnach habe Pirlo einen eigenständigen Vertrag mit "fonbet", Malago spreche sich entsprechend gegen ihn aus.

Tritt Maldini zurück?

Für die Trainerbestellung in Italien ist eigentlich der neue Technische Direktor Paolo Maldini zuständig, der Milan-Legende wurde dafür volle Rückendeckung zugesichert. Dieser spreche sich für Pirlo aus.

Ein Veto Malagos in diesem Fall könnte den Ex-Verteidiger, so heißt es, zum Rückzug bewegen. Der Verbandspräsident möchte ihn davon in einem persönlichen Gespräch abhalten.

Maldini solle im Idealfall weiter nach dem neuen Teamchef suchen.

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