Spanien Spanien ESP
Kap Verde Kap Verde CPV
Endstand
0:0
0:0 , 0:0
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Spanische Presse wütet nach Auftakt-Blamage: "Ein Desaster"

Der amtierende Europameister startet mit einem Dämpfer in die Weltmeisterschaft – keine neue Erfahrung für die "Furia Roja", wie ein Blick auf die Statistik zeigt.

Damit haben nur die wenigsten gerechnet – womöglich sogar niemand.

Kap Verde, der 530.000 Einwohner zählende Inselstaat im Atlantik, ringt dem amtierenden Europameister und Titelfavoriten Spanien zum WM-Auftakt ein 0:0-Unentschieden ab (Spielbericht >>>).

Für die "Blauen Haie" war das Spiel in Atlanta (Georgia) der allererste Auftritt auf der größten Fußballbühne der Welt.

Von der turniererprobten "Furia Roja" haben sich Fans und Experten wohl einen komfortablen Auftaktsieg erwartet.

Spanische Negativschlagzeilen

Doch nun klingen die spanischen Schlagzeilen alles andere als euphorisch. "Ein Desaster zum Auftakt", schreibt die "Marca".

"Spanien versagt bei seinem WM-Auftakt", titelt die "AS". Und bei "El Mundo" heißt es: "Ein katastrophales Spanien startet mit einem traurigen, torlosen Unentschieden gegen Kap Verde in die WM."

Dabei waren die Chancen da. 27 Schüsse gaben die Spanier ab, sieben davon kamen auf den Kasten des 40-jährigen Kap-Verde-Torhüters Vozinha, der sich mit mehreren Glanzparaden zum Man of the Match und neuen Nationalhelden des kleinen Inselstaates krönte. Zudem verhinderte ein Mal Aluminium ein spanisches Tor.

Wobei: "Hier gibt es keine kleinen Gegner", betonte Spaniens Teamchef Luis de la Fuente, der Lamine Yamal beim Auftaktspiel zunächst auf der Bank ließ. Der Barcelona-Superstar stieg erst vor wenigen Tagen wieder in Mannschaftstraining ein, zuvor hatte er an Oberschenkelproblemen laboriert.

Der 18-Jährige brachte nach seiner Hereinnahme in der 71. Minute auf der rechten Seite Schwung in die Partie. Recht viel mehr als ein Schuss von Mikel Oyarzabal, der entscheidend übers Tor abgefälscht wurde, schaute für Spanien in der Schlussphase aber nicht heraus.

Lob für Kap Verde

"Warum ein Spiel so verläuft, lässt sich nicht immer erklären. Es hängt von der Inspiration der Spieler ab, von der Schärfe in den entscheidenden Momenten - das ist Fußball", fasste Manchester-City-Spieler und Teamkapitän Rodri zusammen.

"Die Mannschaft hat alles versucht und sich gute Möglichkeiten erspielt. Gegen einen Gegner, der so kompakt und tief verteidigt, bekommt man nur wenige Chancen. Genau deshalb müssen wir bei diesen Situationen noch präziser sein. Das ist letztlich der entscheidende Unterschied", so der 29-Jährige.

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Torhüter Unai Simon, bei Athletic Bilbao engagiert, analysierte: "Offensiv haben wir immer wieder den Weg nach vorne gesucht. Gleichzeitig muss man anerkennen, wie stabil und organisiert Kap Verde verteidigt hat. Als es uns gelang, ihre Abwehrreihe mit Spielern wie Cucurella, Ferran oder Yamal zu überwinden, fehlte uns letztlich die nötige Präzision im Abschluss."

Auch 2010 gab es einen Fehlstart

Mit Blick in die Vergangenheit ist ein spanischer Ausrutscher zum Turnier-Auftakt allerdings keine Seltenheit.

Der Weltmeister von 2010 hat von den letzten fünf WM-Auftaktspielen lediglich eines gewonnen (7:0 gegen Costa Rica 2022). Vor mittlerweile 16 Jahren ging die erste WM-Partie in Südafrika gegen die Schweiz mit 0:1 verloren – es folgte der Titel.

Das zeigt wiederum, dass Anlaufschwierigkeiten überwunden werden können. Darauf setzt auch Teamchef de la Fuente.

"Wir haben eine positive Einstellung und wollen uns verbessern. Wir hätten das heutige Spiel gewinnen müssen, angesichts all dessen, was passiert ist, und all der günstigen Situationen, die wir uns erarbeitet haben, aber es fehlte uns an Frische und Effizienz. Wir müssen weiter wachsen und an Tempo zulegen. Das ist das große Ziel in den Tagen, die uns bis zum nächsten Spiel bleiben", sagte der 64-Jährige.

Der nächste Gegner der Spanier ist am Sonntag (21. Juni) Saudi-Arabien.

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