In Kap Verde ist Vozinha, der sein 90. Länderspiel bestritt, eine große Nummer, in Europa reichte es bisher aber nicht für Schlagzeilen. Zuletzt spielte er zwei Saisonen beim portugiesischen Zweitligisten GD Chaves. Der Vertrag mit dem Klub läuft Ende dieses Monats aus.
Seine Zukunft ist noch offen, sein Marktwert gering: 50.000 Euro schilderte das Online-Portal "Transfermarkt" für ihn aus. In Europa stand er schon in Zypern, Moldawien und der Slowakei unter Vertrag.
So kam es zum Spitznamen
Immer trug er dabei den Namen Vozinha. "Ich spielte in den Straßen meiner Heimatstadt oft mit älteren Kindern Fußball. Weil ich sehr ehrgeizig war, ärgerte ich mich über die Niederlagen und stampfte danach wütend nach Hause", erzählte er gegenüber FIFA.com.
"Da ich bei meinen Großeltern wohnte, machten sich die anderen Kinder lustig über mich, indem sie sagten, ich würde mich bei meinen Großeltern beklagen. So kam es zum Spitznamen Vozinha."
In der WM-Qualifikation spielte Vozinha in fünf von acht Partien zu null. Zum torlosen Remis gegen Spanien trug er sieben Paraden bei. Nur einmal musste er das Glück in Anspruch nehmen, als ein Schuss in der 37. Minute von seiner Latte abprallte.
Währenddessen schnellten seine Followerzahlen bei Instagram in die Höhe. Der brasilianische Sender Caze TV hatte seine Zuschauer während der Halbzeitpause aufgefordert, dem Keeper zu folgen. Das eigentliche Ziel, die 100.000 Follower, war schon nach einer Minute erreicht. Zwei Stunden nach Schlusspfiff folgten dem 40-Jährigen 2,2 Millionen Menschen.