WM 2026: Mindestens zwei Tote bei Feier von Fans in Mexiko
Die Freude über den Achtelfinal-Einzug von WM-Co-Gastgeber Mexiko ist von einer Tragödie überschattet worden: Zwei Menschen kamen bei den Feierlichkeiten ums Leben.
Die Begeisterung über den Achtelfinal-Aufstieg von WM-Co-Gastgeber Mexiko gegen Ecuador (zu den Highlights>>>) hat zwei Todesopfer gefordert.
Zwei Menschen kamen durch Ersticken ums Leben, als sich während der Feierlichkeiten Tausende von Fans auf den Straßen von Mexiko-Stadt drängten. Dies teilte die Gesundheitsbehörde der Hauptstadt in den frühen Morgenstunden des Mittwochs mit.
Vorfall ereignete sich in Mexiko-Stadt
Der Vorfall ereignete sich in Mexiko-Stadt an der Kreuzung der Straßen Hamburgo und Lancaster in der Nähe des Denkmals "Angel de la Independencia", wo sich Tausende Fußballfans versammelt hatten, um den 2:0-Sieg Mexikos gegen Ecuador in der Gruppenphase zu feiern.
"Trotz intensiver Wiederbelebungsmaßnahmen wurde der Tod eines 44-jährigen Mannes und einer 19-jährigen Frau infolge von Erstickung bestätigt", erklärte die Gesundheitsbehörde in den sozialen Netzwerken.
Zwischenfälle auch an anderen Schauplätzen
Schon vor dem Sechzehntelfinal-Spiel der Mexikaner hatten Hunderte Menschen ein Fan-Fest in der nördlichen Stadt Monterrey gestürmt.
Die Polizei setzte Pfefferspray ein, wie Medien berichteten. Laut dem Sender Telediario wurden bei dem Gerangel mehrere Menschen verletzt. Aufregung gab es auch um homophobe Gesänge während der Partie im Aztekenstadion.
In Monterrey wurden die Zugänge des Geländes nach dem Erreichen der maximalen Kapazität von rund 100.000 Menschen gesperrt, berichtete die Zeitung "El Norte".
Das habe dazu geführt, dass Fans die Tore aufzubrechen versuchten, über die Zäune kletterten oder sie umstürzten. In Mexiko-Stadt versammelten sich Hunderttausende auf dem Zócalo-Platz und an der Prachtstraße Paseo de la Reforma, um sich das Spiel anzuschauen.
Auch dort versuchten Fans, das Fan-Fest im historischen Zentrum der Stadt zu stürmen. In Guadalajara wurden laut dem Sender "Milenio" mehrere Fans nach Ausschreitungen beim Fan-Fest festgenommen.
Homophobe Gesänge bei Sieg gegen Ecuador
Während des 2:0-Erfolgs der Mexikaner fielen laut Berichten Fans mit homophoben Gesängen auf. Die Anhänger sollen die Beleidigung im Aztekenstadion gezielt gerufen haben, wenn Ecuadors Torhüter Hernan Galindez beim Abstoß den Ball trat.
Das Thema ist in Mexiko nicht neu. Rund drei Wochen vor WM-Beginn hatte der Weltverband FIFA bei einem Testspiel in Puebla Fanbereiche aus diesem Grund gesperrt.
Die WM steht in Mexiko unmittelbar vor dem Ende. Nach dem Duell Mexiko gegen Ecuador gibt es am Sonntag in Mexiko-Stadt noch ein Achtelfinale mit dem Gastgeber. Die letzten acht Partien ab dem Viertelfinale werden nur noch in den USA ausgetragen.