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Hohe Prämien, hohe Kosten - Nicht jeder wird von WM profitieren

Trotz einer fixen Einnahme von 10 Millionen Dollar ist ein finanzieller Gewinn für die Teilnehmer nicht garantiert. Auf den Sieger wartet hingegen eine Prämie von 50 Millionen Dollar.

Hohe Prämien, hohe Kosten - Nicht jeder wird von WM profitieren Foto: © IMAGO / ZUMA Press Wire

48 Teams, 104 Spiele, drei Länder, enorme Distanzen - die Fußball-WM in den USA, Mexiko und Kanada geht nicht nur sportlich neue Wege.

"Die WM wird Rekorde aufstellen im Bereich Kommerzialisierung. Es wird, begünstigt durch die Vergrößerung des Turniers, so hohe Einnahmen wie nie geben, aber auch die Kosten werden auf ein Rekordniveau klettern", sagte Sportökonom Christoph Breuer von der Deutschen Sporthochschule Köln.

Einigen Verbänden droht daher ein Verlustgeschäft. "Auch wenn der Weltverband die Prämien nach Intervention der Föderationen angepasst hat, kann man schon heute absehen, dass es für eine europäische Nation, die nicht ins Halbfinale kommt, schwer wird, wirtschaftlich schwarze Zahlen zu schreiben", sagte DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig.

Prämienzahlungen wurden erhöht

Nach Kritik hatte die FIFA die Prämienzahlungen auf 871 (754,77 Mio. Euro) statt 727 Millionen US-Dollar erhöht, allerdings nehmen im Vergleich zur Endrunde 2022 in Katar auch 16 Teams mehr teil.

Fix planen konnte jeder Teilnehmer mit 10 Millionen US-Dollar (8,67 Mio. Euro) Startgeld und 2,5 Millionen Dollar (2,17 Mio. Euro) für Vorbereitungskosten. Ein finanzieller Gewinn ist dadurch keinesfalls garantiert.

Höhere Ausgaben auch wegen steuerlicher Anforderungen

"Am härtesten wird es die Nationen treffen, die groß planen, feudal wohnen, aber dann schnell ausscheiden. Ein frühes WM-Aus durchkreuzt bei großen Nationen in der Regel die Finanzplanung, denn dann weichen die erwarteten und tatsächlichen Einnahmen zum Teil gravierend voneinander ab", erläuterte Breuer.

Höhere Ausgaben entstehen nicht nur für Reisen, Personal und Unterkünfte, sondern drohen auch wegen eines Wechselkursrisikos oder steuerlicher Anforderungen.

Anders als bei vielen früheren Turnieren treffen die Teilnehmer auf ein komplexes System aus Bundessteuern, einzelstaatlichen Steuern und teils unterschiedlichen lokalen Regelungen. Verbänden drohen Beratungskosten im siebenstelligen Bereich.

50 Millionen Dollar warten auf Weltmeister

Je nachdem, wie Prämien oder Werbeeinnahmen steuerlich eingeordnet werden, könnten Verbände - und auch Spieler - mit unterschiedlichen Steuerpflichten konfrontiert werden.

Zwar versucht die FIFA bei Großturnieren regelmäßig, steuerliche Erleichterungen mit den Gastgebern auszuhandeln, doch wegen des föderalen Systems in den USA gilt die Lage als deutlich komplizierter als etwa in Katar.

Fakt ist aber auch, dass es aus finanzieller Sicht auch große Sieger geben wird. Dazu zählt vor allem der Weltmeister, auf den ein Preisgeld von 50 Millionen Dollar wartet.

Am meisten reibt sich aber wohl die FIFA selbst die Hände: "Sicher ist, dass die FIFA am besten abschneiden wird", sagte Breuer.

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