Die 16 besten WM-Torschützen aller Zeiten
Messi oder Ronaldo?
Messi ist laut Herzog "vielleicht einen Schuss genialer" als Cristiano Ronaldo. "Aber von der Persönlichkeit her taugt mir Ronaldo mehr, weil er sich in mehr Ligen bewiesen hat."
Dabei gibt es einen Spieler, der die zwei prägenden Figuren des Weltfußballs durchaus in den Schatten hätte stellen können. "Ich glaube, Neymar ist noch talentierter als die beiden, aber er hat sein Potenzial verschleudert", sagte der 103-fache ÖFB-Internationale.
Herzog sieht aktuelles Team besser als jene von 1990 und 1998
Kicker dieser Güteklasse sucht man im ÖFB-Team vergebens, dennoch könne sich die Qualität der heimischen Auswahl sehen lassen, so Herzog. "Das ist eine routinierte Mannschaft, die mit Druck umgehen kann."
Die Truppe von Teamchef Ralf Rangnick sei über jene heimischen Nationalmannschaften zu stellen, die – mit Herzog im Kader – an den Weltmeisterschaften 1990 und 1998 teilnahmen. "Das aktuelle Team hat den Vorteil, dass fast alle im Ausland spielen und Erfahrungen auf höchstem Niveau und von Europameisterschaften haben."
Und noch einen Vorteil gibt es – das top ausgestattete ÖFB-Quartier in Goleta. "Man muss den Spielern gewisse Freiheiten lassen, kann sie nicht nur einsperren. Wir waren damals 1998 im Niemandsland, da fällt einem die Decke auf den Kopf", erinnerte sich Herzog.
Herzog Österreichs bisher letzter WM-Torschütze
Das Turnier in Frankreich verlief nicht nach Wunsch, doch immerhin reichte es für den einstigen Mittelfeld-Regisseur zum 1:2-Ehrentreffer gegen Italien aus einem Elfmeter.
Damit ist Herzog der bis dato letzte Österreicher, der bei einer WM getroffen hat. "Aber Nachfolger wird es hoffentlich ein paar geben", sagte der Ex-Deutschland-Legionär.
Davon kann sich Herzog vor Ort ein Bild machen. Der Wiener befindet sich seit (dem heutigen) Dienstag als ORF-Experte in Santa Barbara und wird die Österreich-Partien aus den jeweiligen Stadien analysieren.