Vor zwei Jahren war noch Pentz die Nummer eins, weil Schlager die EURO 2024 in Deutschland verletzungsbedingt verpasst hatte.
"Am Punkt da sein"
"Die Situation war echt nicht leicht. Es vom Mentalen wieder so hinzubekommen, die Kräfte zu sammeln und an den Punkt zu kommen, an dem man sich selbst pusht, signalisiert das einem selbst, dass man am richtigen Weg ist und diese Dinge überwinden kann", sagt Schlager dazu.
Es sei schön, bei der WM spielen zu dürfen. "Ich werde das mit allem, was ich habe, machen. Ich will am Punkt da sein", kündigt der Einsergoalie an.
Aufsteiger Wiegele
Florian Wiegele (25), der dritte im Bunde, war im März erstmals mit von der Partie, durfte in der zweiten Hälfte gegen Ghana sein Debüt feiern.
Er ist der Tormann-Aufsteiger der Saison, saß bei Viktoria Pilsen zunächst nur auf der Bank, nutzte Ende November seine Chance und war fortan Nummer eins.
"Es ist extrem schnell gegangen. Ich habe mir erhofft, dass es so läuft, aber konnte nicht erwarten, dass es so kommt. Hoffentlich geht es in die richtige Richtung weiter", sagt er.
"Kein Rekord, sondern ein Fakt"
Mit 2,05 Metern ist der Steirer der größte Spieler, der jemals bei einer Fußball-WM dabei war.
Darauf angesprochen, lächelt er nur noch müde. Das Thema verfolgt ihn seit Tagen. "Für mich ist das kein Rekord, sondern ein Fakt. Das ist nichts, was mich irgendwie stolz macht, dass ich groß bin. Da kann ich ja nichts dafür", winkt er ab.
Der Hüne fühlt sich im ÖFB-Team jedenfalls schon pudelwohl. Auf seine Tormann-Kollegen angesprochen, sagt er: "Die Offenheit der beiden hat mich am meisten überrascht."
Pentz und der Ball am Fuß
"Von Pentz kann man sich das Fußballerische abschauen, von Gassi die Schnelligkeit auf der Linie, das Reaktive", erklärt Wiegele.
Schlager wiederum streut seinen Kollegen ebenfalls Rosen: "Flo ist frisch dazugekommen und trotzdem schon sehr weit und ruhig, man merkt, wie viel Selbstvertrauen er hat. Und Pentz gehört beim Spiel mit dem Fuß global zu den Besten."
Golfen ohne Wiegele
Schlager und Pentz verbringen auch abseits des Rasens sehr viel Zeit miteinander. "Wir teilen dieselben Hobbies, sind beim Golfen im selben Flight", berichtet Pentz.
"Neuzugang" Wiegele golft aktuell noch nicht. "Wir brauchen für ihn extralange Schläger", lacht Pentz. Schlager: "Mit dem Equipment, das wir derzeit haben, ist das für ihn eher Minigolf."
Die Stimmung passt, der Zusammenhalt auch.
"Der Mix der Charaktere und das Tormanntraining von Michael Gspurning greifen sehr gut ineinander", fasst es Schlager zusammen.