Großer Empfang für Spaniens WM-Helden in Madrid
Der Weltmeister ist in der Hauptstadt gelandet. Nach einer Audienz bei König Felipe VI. warteten eine Million Fans auf ihre Helden.
Nach ihrem WM-Triumph gegen Argentinien ist die spanische Nationalmannschaft Montagnachmittag in Madrid gelandet und im Anschluss von König Felipe VI. empfangen worden.
Die Maschine mit den neuen Weltmeistern landete etwas verspätet auf dem Hauptstadt-Flughafen Barajas, Kapitän Rodri trug den Goldpokal aus dem Flieger. Royal ging es weiter.
"Ihr seid müde - aber was für eine wunderbare Müdigkeit. Herzlichen Glückwunsch", sagte Monarch Felipe im königlichen Palacio Real.
"Epischer" Triumph
Der König gratulierte der "Seleccion" zu einem "epischen" Triumph nach einer wahren "Odyssee" und würdigte die Qualitäten einer "legendären und historischen Mannschaft".
"Es gibt noch viel zu feiern. Genießt jeden Kuss, jede Geste der Anerkennung, denn ihr habt sie euch verdient", fügte der König hinzu.
Er dankte der Mannschaft im Namen aller Spanier und erinnerte daran, dass Spanien nun sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen amtierender Fußball-Weltmeister sei.
Königshaus war beim Finale dabei
Felipe war mit seiner Frau, Königin Letizia, und den Töchtern, der Prinzessin von Asturien Leonor und Infantin Sofia, am Vortag zum Endspiel nach East Rutherford gereist.
Bei der Siegerehrung nahm er die Spieler in den Arm und hielt den WM-Pokal freudestrahlend in den Händen.
Große Party am Madrider Cibeles-Platz
Nach dem protokollarischen Empfang im Königspalast stand für die Mannschaft um Rodri und Trainer Luis de la Fuente, die nach ihrer Ankunft in der Heimat ihre Trainingsklamotten gegen Anzüge getauscht hatten, noch ein Höflichkeitsbesuch bei Regierungschef Pedro Sanchez an.
Im Anschluss begaben sie sich im offenen Bus auf eine triumphale Tour durch die Hauptstadt. Am Abend wurden bis zu einer Million Menschen am zentralen Cibeles-Platz zur großen WM-Feier erwartet.
"Spanien hat den Fußball gerettet"
Schon unmittelbar nach dem 1:0 gegen Argentinien hatten die Spanier die große Titel-Party gestartet.
Die Freude wurde allerdings durch das Verhalten der Argentinier getrübt, die sich in ihrem Frust als schlechte Verlierer präsentierten: Sie wüteten, wurden teils handgreiflich, drehten den Siegern bei der Pokal-Zeremonie demonstrativ den Rücken zu - und machten so den Triumph der Spanier unfreiwillig noch größer.
"Spanien hat nicht nur ein Finale gewonnen", schrieb die spanische Sportzeitung "Marca": "Es hat den Fußball gerettet." Der britische "Telegraph" schrieb: "Fußball 1, Verbrecher 0."