Frankreichs Teamchef spricht Warnung aus
Didier Deschamps macht nicht nur auf die physischen, sondern auch auf die psychischen Auswirkungen der großen Anzahl an Spielen aufmerksam.
Frankreichs Weltmeister-Trainer Didier Deschamps hat die zunehmende Belastung im Spitzenfußball angeprangert und vor ernsthaften gesundheitlichen Folgen gewarnt.
"Die Alarmglocken läuten seit Längerem. Der Kalender war für einen Topspieler schon immer überladen, jetzt kommen noch mehr Partien dazu. Allein an der WM nehmen 48 Mannschaften teil, es gibt zusätzliche Wettbewerbe wie die Klub-Weltmeisterschaft", sagt der 57-Jährige der "Welt am Sonntag".
"Die Gefahr eines Burn-outs ist deshalb nicht wegzudiskutieren", meint Deschamps.
Warnung vor psychischer Belastung
Durch die 48 Teilnehmerländer gibt es bei dieser WM 104 Spiele. Auch in anderen Wettbewerben wie der Champions League ist die Zahl der Spiele gestiegen.
Deschamps kritisiert, dass die Erholungsphasen für die Spieler, aber auch die Vorbereitungsphasen auf ein Turnier kürzer würden.
"Mittlerweile kann man berechnen, wie es um die körperliche Müdigkeit eines Spielers bestellt ist. Was aber nicht messbar ist: Wie geht es der Psyche eines Spielers? Und die spielt eine wichtige Rolle im Fußball."
Der Teamchef steht seit 2012 an der Seitenlinie der Franzosen und hört nach der WM auf. Er führte "Les Bleus" 2018 zum WM-Titel in Russland und 2022 in Katar ins Finale. 2021 gewann die Equipe Tricolore die Nations League.
Frankreich startet am Dienstag gegen Senegal ins Turnier (ab 21:00 Uhr im LIVE-Ticker). Weitere Vorrundengegner sind der Irak und Norwegen.