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NEWS
Fall Balogun: Pröll fordert "lupenreine Aufarbeitung"
Der ÖFB-Präsident spricht auch über eine mögliche Wiederwahl von Gianni Infantino 2027.
Neben den vielen positiven Schlagzeilen der XXL-Fußball-WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada bleibt die Causa Folarin Balogun als Skandal in den Köpfen haften.
Die Einflussnahme von US-Präsident Donald Trump nach der Roten Karte gegen den US-Stürmer sowie der danach folgende Kniefall von FIFA-Boss Gianni Infantino liegt auch ÖFB-Aufsichtsrat Josef Pröll noch im Magen.
Im "Presse"-Interview (Sonntag) fordert er eine "lupenreine Aufarbeitung" der Geschehnisse.
Schaden für das Ansehen des Fußballs
Balogun war im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina ausgeschlossen worden, was normalerweise eine automatische Sperre nach sich zieht. Nach einem Anruf von Trump bei Infantino setzte die FIFA die Sperre aber auf Bewährung aus, Balogun durfte im Achtelfinale gegen Belgien spielen.
Dies sorgte für weltweite Empörung. "Es hat dem Ansehen des Fußballs Schaden zugefügt und es ist deswegen auch schade, weil die WM sonst organisatorisch vor Ort so positiv verlaufen ist", sagte Pröll.
Es werde Gespräche in der UEFA geben, die FIFA müsse die Gründe für die Entscheidung mit völliger Transparenz vorlegen. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass man da so locker drübersteigen kann und versucht, dieses Thema einfach zu verräumen. Das geht nicht."
Pröll über Infantino
Zur Tatsache, dass Infantinos Wiederwahl 2027 zu seiner dritten Amtszeit schon als sicher gilt, lautet Prölls Meinung: "Die Geschehnisse haben die Situation verändert."
Er sei gegen jede Vorverurteilung, man wolle sich aber auch nicht hinter anderen verstecken. "Das heißt: Her mit Fakten! Gibt es die nicht, dann wird es schwierig für uns, Infantino zu unterstützen."
Auch zur Stadion-Thematik hat sich der ÖFB-Präsident geäußert >>>