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Argentiniens Scaloni nach Halbfinal-Einzug: "Wir haben gelitten"

Die "Albiceleste" muss zum zweiten Mal bei der Weltmeisterschaft in die Verlängerung. Am Ende dürfen Lionel Messi & Co. wieder jubeln.

Argentinien wahrt die Chance auf die WM-Titelverteidigung!

Die "Albiceleste" kämpfte sich in der Nacht auf Sonntag im Viertelfinale gegen die Schweiz weiter (Spielbericht >>>).

Der Weltranglistenerste musste gegen die Eidgenossen in die Verlängerung. Julian Alvarez hatte das Spiel mit seinem Traumtor in der 112. Minute vorentschieden und wurde von der FIFA als Spieler der Partie ausgezeichnet. Lautaro Martinez setzte den Schlusspunkt zum 3:1-Erfolg (120.+1).

Argentinien entscheidet Spiel wieder spät

Superstar Lionel Messi trug sich zwar nicht in die Schützenliste ein – erstmals im Turnierverlauf. Ganz ohne den Altmeister ging es aber nicht. "La Pulga" lieferte per Ecke die Vorlage zum 1:0 durch Alexis MacAllister.

Der Spielfilm verlief danach ähnlich wie schon in den vorangegangenen Spielen gegen die vermeintlichen Außenseiter Kap Verde, als es bereits in die Verlängerung ging, und Ägypten, als es ein spätes Comeback gab: Argentinien dominierte die Partie nicht, sondern ließ den Gegner aufkommen.

Die Schweizer schafften durch Dan Ndoye den Ausgleich (67.), schwächten sich kurz darauf aber selbst. Breel Embolo ließ sich zu einer unnötigen Schwalbe hinreißen, die erst vom VAR als solche erkannt worden war. Die Gelbe wechselte von Leandro Paredes zu Embolo, der bereits Gelb gesehen hatte und folglich mit Gelb-Rot vom Platz flog.

Leid und Glück

Gegen zehn Schweizer suchte Argentinien dann lange die Lücke, ehe Alvarez die Erlösung brachte.

"Wir haben heute gelitten und wir wussten, dass uns die Schweizer Schwierigkeiten bereiten würden", sagte Argentiniens Teamchef Lionel Scaloni nach dem Spiel.

"Wir haben heute das Glück gehabt, dass wir es doch geschafft haben", so der Weltmeister-Trainer von 2022, der den Halbfinal-Einzug "historisch" nannte. Gleichzeitig hob er hervor: "Wir können besser spielen."

Der nächste Gegner ist am kommenden Mittwoch (15.07., 21:00 Uhr) England. Messi wird das erste Mal in seiner langen Karriere auf die "Three Lions" treffen.

Die Schweiz zeigte Herz

Bei den Schweizern waren nach dem Schlusspfiff Niedergeschlagenheit und Stolz nah beieinander.

"Ich bin stolz auf die Mannschaft, dass wir so lange gekämpft und bis zum Schluss alles gegeben haben", so Torhüter Gregor Kobel.

Die Eidgenossen standen erstmals seit 1954 wieder in einem WM-Viertelfinale. "Wir sind super im Flow gewesen. Wir haben Herz gezeigt. Das tut jetzt natürlich weh", sagte Kobel über das verpasste Semifinale.

Der BVB-Schlussmann weiter: "So, wie wir gekämpft haben, fühlt es sich unfair an, dass wir wenigstens nicht noch die Chance auf das Elfmeterschießen hatten. Aber so ist Fußball." 

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