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Platzverweis und Traumtor! Argentinien kämpft sich ins Halbfinale

Die "Albiceleste" muss gegen zehn Schweizer in die Overtime. Julian Alvarez sorgt mit einem Traumtor für die Vorentscheidung.

Argentinien steht im WM-Halbfinale!

Atletico-Stürmer Julian Alvarez (112.) und Lautaro Martinez (120.+1) führen die "Albiceleste" in der Verlängerung zum 3:1-Sieg gegen die Schweiz.

Nach der regulären Spielzeit stand es 1:1. Alexis Mac Allister bringt die Argentinier früh in Führung (10.). Dan Ndoye gleicht in der 67. Minute aus. Die Schweiz ist nach Gelb-Rot gegen Breel Embolo – er muss wegen einer Schwalbe vom Feld – seit der 72. Minute in Unterzahl.

Nach dem Sieg in Kansas City treffen Lionel Messi & Co. am kommenden Mittwoch im Halbfinale auf England (15.07., 21:00 Uhr).

MacAllister mit der frühen Führung

Die Eidgenossen verstecken sich nicht und starten mutig in die Partie. Die erste Abschlussgelegenheit gehört der Mannschaft von Teamchef Murat Yakin (6.).

Auf der Gegenseite gehört MacAllister der erste Versuch, der jedoch abgefälscht wird (9.).

Kurz darauf jubelt die "Albiceleste" über die Führung. Superstar Lionel Messi bringt eine Ecke in den Strafraum, der 1,76 Meter große Mac Allister verwertet per Kopf zur 1:0-Führung (10.).

Argentinien zieht sich zurück

In der Folge zeichnet sich ein klares Muster ab: Argentinien zieht sich zurück und überlässt den Schweizern den Ball. Die Mannschaft rund um Kapitän Granit Xhaka tut sich allerdings schwer, Lücken zu finden.

Ein Distanzschuss von Djibril Sow stellt Argentinien-Schlussmann Emiliano Martinez nicht vor Probleme (20.). Rund zehn Minuten später kann "Dibu" Stürmer Embolo entscheidend stören (32.).

Ndoye im Mittelpunkt

Auch in Durchgang zwei macht die Schweiz das Spiel. Ndoye hat den Ausgleich auf dem Fuß, Lisandro Martinez grätscht im letzten Moment dazwischen (50.). Danach geht die Fahne hoch. In der Entstehung steht Vorlagengeber Embolo im Abseits, ein Treffer hätte nicht gezählt.

Ndoye bleibt im Mittelpunkt. Emiliano Martinez pariert einen Kopfballversuch des Nottingham-Angreifers (65.). Auch bei einem Xhaka-Distanzschuss ist er aufmerksam (66.).

In der 67. Minute muss der Goalie dann hinter sich greifen. Dieses Mal ist Ndoye erfolgreich. Nach einem Doppelpass mit Ricardo Rodriguez trifft er aus spitzem Winkel durch die Beine von Martinez zum 1:1-Ausgleich (67.).

Surreale Szenen

Nur kurz nach dem Ausgleich müssen die Schweizer einen großen Rückschlag verkraften.

Embolo lässt sich gegen Leandro Paredes zu einer Schwalbe hinreißen, der Argentinier sieht für das vermeintliche Foul Gelb. Doch dann schaltet sich der VAR ein, der Embolos Schwalbe erkannt hat.

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Breel Embolo sieht Gelb-Rot.
Foto: ©IMAGO / STEINSIEK.CH

Der Schiedsrichter schaut sich die Szene am Monitor an und entscheidet, die Gelbe gegen Paredes zurückzuziehen und sie Embolo zu zeigen.

Der "Nati"-Stürmer wurde schon kurz vor der Pause mit Gelb verwarnt und muss nun mit Gelb-Rot vom Feld (72.). Die Schweizer sind geschockt und Embolo verschwindet niedergeschlagen in den Katakomben.

In der Schlussphase möchte Argentinien die Verlängerung dann doch noch abwenden. MacAllister köpft vorbei (89.). Messi bringt sich in die Abschlussposition und verzieht mit rechts nur knapp (90.+2).

Kurz vor dem Schluss verhindert Gregor Kobel mit der Parade des Seitfallziehers von Lisandro Martinez die Entscheidung (90.+9). Es geht in die Verlängerung, in der Argentinien von Beginn weg mehr Druck macht.

Alvarez-Traumtor bringt Argentinien ins Halbfinale

Die ersten Abschlüsse gehören Nicolas Gonzalez, dessen Versuch geblockt wird (91.), und Thiago Almada (93.). Zweiterer trifft dann nur das Außennetz (95.). Anschließend gleicht die Partie einem Handballspiel mit den Eidgenossen in der Abwehrrolle.

In der zweiten Hälfte der Verlängerung platzt dann der Knoten für Argentinien – und wie. Julian Alvarez zirkelt den Ball von außerhalb des Sechzehners traumhaft ins rechte Kreuzeck (112.).

In der Folge riskieren die Schweizer deutlich mehr und werden dafür letztendlich bestraft: Lautaro Martinez setzt mit seinem Treffer zum 3:1 den Schlusspunkt (120.+1).

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