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Rassismus-Eklat: Jetzt spricht Lamine Yamal

Nach neuerlichen rassistischen Äußerungen rund um die französische Nationalmannschaft bezieht vor dem Halbfinal-Kracher Spaniens Superstar Stellung.

Rassismus-Eklat: Jetzt spricht Lamine Yamal Foto: © IMAGO / EPA

Spaniens Jungstar Lamine Yamal hat nach der rassistischen Äußerung des ehemaligen spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy vor dem WM-Halbfinale gegen Frankreich auf die verbindende Kraft des Fußballs verwiesen.

"Wenn Fußball etwas bewirken kann, dann Integration. Frankreich und wir sind beide Beispiele für Integration. Darum geht es im Fußball - nicht darum, über Aussagen anderer Menschen zu sprechen", sagte der Flügelspieler an seinem 19. Geburtstag.

"Morgen spielen wir eines der schönsten Spiele, die man bei einer Weltmeisterschaft erleben kann. Ich glaube nicht, dass jetzt der richtige Moment ist, darüber zu sprechen", sagte Lamine Yamal vor dem Halbfinale gegen Frankreich am (heutigen) Dienstag (ab 21:00 Uhr im LIVE-Ticker >>>).

Er selbst wurde als Sohn eines marokkanischen Vaters und einer äquatorialguineischen Mutter in einem Vorort von Barcelona geboren.

Spaniens Ex-Premier sorgte für Empörung

Rajoy, früher Politiker der konservativen Volkspartei PP, hatte in einem Beitrag für die Digitalzeitung "El Debate" geschrieben, Frankreich verfüge über einen Kader auf höchstem Niveau.

Allerdings stünden keine Franzosen in dem Fußball-Team, behauptete er (alle Infos >>>). Der Beitrag des spanischen Ex-Premiers stieß sowohl in Frankreich als auch in Spanien vor der Partie in Arlington bei Dallas auf scharfe Ablehnung.

Frankreichs Mittelfeldspieler Warren Zaïre-Emery wurde ebenfalls auf die Aussagen angesprochen. Er sagte, er habe den Text nicht gelesen. "Diese französische Mannschaft hat Spieler mit verschiedenen Hintergründen und Abstammungen. So wie das Land", sagte Zaïre-Emery. "Wir sind eine vereinte Gruppe, ein vereintes Team, und das ist alles, worauf es ankommt."

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