"Seltsam" - Marsch überrascht von Katar-Reaktion auf hartes Foul
Die Bank der Kataris echauffierte sich über die Rote Karte gegen Assim Madibo, der mit seinem Foul für das WM-Aus von Ismael Kone sorgte.
Kanadas 6:0-Kantersieg über Katar hatte einen großen Wermutstropfen.
Ismael Kone zog sich nach einem üblen Foul von Assim Madibo einen Schien- und Wadenbeinbruch zu. (alle Infos >>>)
"Die Szene ereignete sich direkt vor der Bank, jeder konnte den Knochen brechen hören. Ismael ist ein großer Teil des Herzens unserer Mannschaft", erzählt Kanada-Teamchef Jesse Marsch auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.
Marsch macht Madibo "keinen Vorwurf"
Wie der US-Amerikaner anschließend erklärte, ging Madibo sogar in die Kabine und entschuldigte sich bei Kone. "Ich glaube nicht, dass er eine derart brutale Aktion oder so eine schwere Verletzung beabsichtigt hat. Dafür mache ich ihm keinen Vorwurf."
Der "Übeltäter" der Kataris sah für das Foul folgerichtig die Rote Karte - eine Entscheidung, mit der die Trainer und Betreuer des Golfstaates offenbar nicht zufrieden waren.
Unverständnis gegenüber Katar-Bank
Das sorgte wiederum für Unverständnis von Marsch: "Was ich allerdings nicht verstehe, ist die Reaktion der gesamten Bank von Katar. Sie wollten eine Diskussion darüber beginnen, ob es eine Rote Karte war. Obwohl gerade ein klares Foul passiert ist, bei dem sich ein Spieler das Bein gebrochen hat."
"Das war ein seltsames Verhalten. Aber am Ende waren wir viel mehr mit Ismael und dem Match beschäftigt", so der frühere Salzburg-Trainer.