"Höchst verdächtig": Trump-Beauftragter legt in Fall Balogun nach
Nach US-Präsident Donald Trump zählt ein weiterer Politiker den Schiedsrichter in der Causa Balogun an.
Nach dem Skandal um die aufgehobene Rote Karte bei der Fußball-WM hat der FIFA-Beauftragte des Weißen Hauses, Andrew Giuliani, Zweifel an der Seriosität des Schiedsrichters gesät.
Er finde es "höchst verdächtig", dass gegen Raphael Claus im Jahr 2024 bereits wegen falscher Roter Karten und Spielmanipulation ermittelt worden sei, zitierte der "Guardian" Giuliani.
Claus hatte Stürmer Folarin Balogun beim 2:0 im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina vom Platz gestellt.
Schiedsrichter war nur als Zeuge geladen
Balogun wäre für das Achtelfinale gegen Belgien gesperrt gewesen. Die FIFA hob die Sperre aber überraschend auf.
US-Präsident Donald Trump hatte zuvor nach eigenen Angaben mit einem Anruf bei der FIFA um eine Überprüfung der Sperre gebeten, was für große Kritik gesorgt hatte. Das Spiel gegen Belgien verlor die USA mit Balogun schließlich mit 1:4.
Auf den Einwand eines Reporters, Claus sei bei der Ermittlung in Brasilien nur als Zeuge geladen und nicht selbst beschuldigt worden, sagte Giuliani: "Ihm wurden keine Vergehen vorgeworfen – das ist uns klar."
Trotzdem sei die Situation mit den Ermittlungen von damals vergleichbar, behauptete er. Zuvor hatte bereits Trump gesagt, der brasilianische Schiedsrichter sei "etwas verdächtig", "wenn man sich seine Vergangenheit ansieht".
Nähere Angaben dazu hatte der US-Präsident aber nicht gemacht.