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Ein Viertel der WM-Kicker: Hier geboren, dort im Kader

Zwischen "do bin i her" und "do kea i hi" liegt oft ein Unterschied. Die WM 2026 findet mit 99 Franzosen statt. Das ÖFB-Team ist eine Ausnahme.

Ein Viertel der WM-Kicker: Hier geboren, dort im Kader Foto: © ChatGPT

Die WM 2026 beweist, dass zwischen "do bin i her" und "do kea i hi" ein Unterschied liegen kann.

Rund ein Viertel jener Spieler, die in den 48 Kadern der Turnier-Teilnehmer stehen, sind nicht in jenem Land zu Welt gekommen, das sie repräsentieren.

Von den 1.248 Kickern sind es 288.

Die Welt ist ein Dorf

Die Welt ist ein Dorf, sagt man. Und da ist es von einem Haus zum anderen eben nicht weit, auch wenn in Realität viele Tausend Kilometer dazwischenliegen.

40 von 48 Nationen setzen auf zumindest einen Spieler mit einem anderen Geburtsland.

Österreich eine von acht Ausnahmen

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Carney Chukwuemeka und Paul Wanner wurden beide in Österreich geboren
Foto: ©GEPA

Österreich zählt nicht dazu. Auch die neu dazugewonnenen Paul Wanner (Dornbirn) und Carney Chukwuemeka (Wien) haben hierzulande das Licht der Welt erblickt.

Neben dem ÖFB-Team widersetzen sich nur Südafrika, Tschechien, Brasilien, Schweden, Saudi-Arabien, Jordanien und Kolumbien dem Trend.

25 Niederländer für Curacao

Ganz anders WM-Neuling Curacao.

Nur Tahith Chong kam auf der Karibikinsel zur Welt, alle anderen Kaderspieler sind gebürtige Niederländer.

99 Franzosen

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Aus Marseille: Ghana-Kapitän Jordan Ayew
Foto: ©IMAGO / Propaganda Photo

Den größten Anteil an WM-Spielern stellt Frankreich. 23 in Frankreich geborene Kicker sind im Aufgebot Didier Deschamps‘ zu finden, 76 laufen für andere Nationen auf.

Insgesamt haben also 99 "Franzosen" die Chance, bei diesem Turnier eingesetzt zu werden – das sind 7,9 Prozent aller Kicker.

Algerien profitiert

Fast alle von ihnen sind im Ballungsraum Paris geboren, einige in Marseille oder Lyon. ÖFB-Gegner Algerien profitiert mit 13 gebürtigen Franzosen im Kader am meisten davon.

Die Franzosen selbst setzen mit Marcus Thuram (Italien), Brice Samba (DR Kongo) und Michael Olise (England) auf drei nichtgebürtige Franzosen.

Letzterer hätte auch für England, Algerien, Haiti und Nigeria auflaufen können.

Fünf gebürtige Österreicher in anderen Kadern

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Zwei Linzer für Kroatien: Luka Sucic und Mateo Kovacic
Foto: ©IMAGO / Pixsell

Die zweitgrößte Abordnung an Spielern, die für andere Nationen nominiert sind, stellen die Niederländer (42), dahinter folgen England (24), Deutschland (23), Belgien und Spanien (jeweils 11).

Mit den Bosniern Amar Dedic und Ermin Mahmic, den Kroaten Mateo Kovacic und Luka Sucic sowie dem Türken Mert Müldür sind fünf weitere "Österreicher" bei der WM dabei.

21 Weltmeister wurden woanders geboren

Neu sind derlei Dinge bei einer Weltmeisterschaft freilich nicht.

In zehn der 22 Mannschaften, die bisher den Titel gewonnen haben, war zumindest ein Spieler vertreten, der nicht in diesem Land geboren wurde. Insgesamt gibt es 21 Weltmeister, die nicht für ihr Geburtsland jubelten.

Italien wurde 1934 sogar mit sieben Spielern aus anderen Ländern Weltmeister.

Die Fälle Monti und Varglien

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Mit Argentinien und Italien im WM-Finale: Luis Monti
Foto: ©IMAGO / Schirner Sportfoto

Darunter aus Luis Monti, der vier Jahre zuvor bei der ersten WM in Uruguay noch mit Argentinien das Endspiel gegen den Gastgeber verloren hatte.

Und gewissermaßen gab es in diesem Team auch einen österreichischen Weltmeister: Mario Varglien kam im heutigen Kroatien, das damals Teil der österreichisch-ungarischen Monarchie war, zur Welt.

Er wurde bei der WM 1934 übrigens nicht eingesetzt.

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