Erste Klubs sind raus - Super League vor dem Ende

Erste Klubs sind raus - Super League vor dem Ende Foto: © getty
 

Nur 48 Stunden nach der Gründung wenden sich die ersten Klubs wieder von der Super League ab. Mit Manchester City, Manchester United, dem FC Arsenal, FC Liverpool und Tottenham sowie dem FC Chelsea haben die ersten Vereine diesen Schritt offiziell bestätigt.

Noch in der Nacht reagiert die Super League auf die Rückzüge der Teams >>>

"Der Manchester City Football Club kann bestätigen, dass das Prozedere zum Ausstieg aus der Gruppe, die Pläne für eine europäische Super League entwickelte, eingeleitet wurde", heißt es in einem einzeiligen Statement von Manchester City. Auch Manchester United, Tottenham und Liverpool verkünden das Aus vergleichbar einsilbig.

"Als ein Ergebnis dessen, euch und der Fußball-Community zugehört zu haben, ziehen wir uns aus der Super League zurück. Wir haben einen Fehler gemacht und entschuldigen uns dafür", leitet Arsenal einen längeren offenen Brief in den sozialen Medien ein.

In Spanien wackeln Atletico Madrid und der FC Barcelona, wo laut Präsident Joan Laporta die Entscheidung an die Mitglieder abgegeben werden soll - es ist nicht davon auszugehen, dass dann einem Beitritt zur Super League zugestimmt wird. "Es ist ihr Klub, also ist es ihre Entscheidung", so Laporta.

UEFA-Präsident lobt Citys "große Intelligenz"

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin zeigt sich in einer ersten Reaktion über die Entscheidung von Manchester City hocherfreut. "Ich freue mich sehr, City wieder in der europäischen Fußball-Familie begrüßen zu dürfen", sagt der Slowene einer UEFA-Mitteilung zufolge.

Der Premier-League-Tabellenführer habe große Intelligenz bewiesen, indem er auf die vielen Stimmen, besonders seine Fans, gehört habe, so Ceferin weiter.

Auch der britische Premierminister Boris Johnson ist zufrieden. Er gratuliere Manchester City und Chelsea zum Rückzug, falls dieser offiziell werde, twittert Johnson kurz vor der ManCity-Mitteilung. "Ich hoffe, dass die anderen in die Super League involvierten Vereine ihrem Beispiel folgen werden", schreibt Johnson.

Kommt jetzt 50+1 in England?

Die kollabierende Super League könnte sogar für eine echte Revolution sorgen. Die britische Regierung spielt nämlich als Konsequenz aus den jüngsten Ereignissen angeblich mit dem Gedanken, eine "50+1"-Regel nach deutschem Vorbild einführen zu wollen. Damit wäre die Zeit des ungebremsten Geldausgebens durch teilweise dubiose Eigentümer aus Arabien, Russland oder den USA wohl vorbei.

Zu Ende ist auf jeden Fall die Zeit von Ed Woodward als Vorstandschef bei Manchester United. Der bei den United-Fans ungeliebte, von der Glazer-Familie eingesetzte Geschäftsführer des englischen Rekordmeisters nimmt mit Jahresende den Hut, wie die "Red Devils" bestätigen.

Ob der Abgang schon länger geplant war oder mit dem bevorstehenden Super-League-Scheitern zu tun hat, ist zunächst unklar.

Andrea Agnelli, einer der Architekten der Super League, soll seinen Job als Juventus-Boss schon jetzt los sein.

Zudem schreiben Medien von einer kurzfristig anberaumten Konferenz der zwölf Super-League-Klubs in den späten Abendstunden, in der wohl das Ende des höchst umstrittenen Projekts besiegelt wird.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang »

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