Hasenhüttl kämpfte 2012 um sein Leben: "Hat mich fast getötet"
Das Hanta-Virus bescherte dem österreichischen Trainer 2012 einen Aufenthalt auf der Intensivstation. Jetzt spricht er offen darüber.
Ralph Hasenhüttl gilt als einer der erfolgreichsten Trainer Österreichs. In England machte er sich als Chefcoach von Southampton in der Premier League einen Namen. Seit seinem Aus in Wolfsburg im Mai 2025 ist er ohne Job.
Jetzt spricht der Steirer über eine grausame Erfahrung in der Vergangenheit. 2012 infizierte er sich während seiner Zeit als Zweitliga-Trainer bei Aalen mit dem Hanta-Virus.
Organe dehnten sich aus
"Das Hantavirus vergrößerte meine Organe und hätte mich fast getötet, nachdem ich mein Haus geputzt hatte", meint der heute 58-Jährige gegenüber dem "Mirror".
Drei Leute sind vor Kurzem auf einem Schiff nahe Cap Verde am Hanta-Virus gestorben.
Hasenhüttl berichtet über seine Erkrankung: "Ich ging ins Bett und da fingen die Kopfschmerzen an." Das Ganze habe sich wie eine "Nadel im Kopf" angefühlt. "Als ich anfing, starke Rückenschmerzen zu bemerken, fühlte es sich an, als ob mir ein Messer in den Rücken gerammt würde", meint der Coach weiter.
Die Beschwerden kamen davon, dass sich seine Leber und Nieren so ausdehnten, dass sie gegen die anderen Organe pressten.
Das Hoffen auf Heilung
Hasenhüttl verbrachte zwei Wochen auf der Intensivstation. "Ich war so lange weg und wusste nicht, wann ich zurückkommen würde. Mein Herzschlag war so heftig, dass ich davon aufgewacht bin; ich spürte einfach dieses Pochen in meiner Brust", berichtet der Steirer.
Als seine Nieren schwächer wurden und sein Gewicht schwankte, machten ihm die Ärzte klar, dass es keine sofortige Heilung gebe. "Man muss warten, bis der Körper Antikörper bildet, und dann hoffen, zu überleben", sei ihm erklärt worden.
Diese Zeit sei schwer gewesen. "Es war nur ein Warten. Ich versuchte, die negativen Gedanken zu verdrängen, weil ich mich jung, gesund und stark fühlte. Ich dachte: 'Warum sollte ich an einem Virus sterben?'", so Hasenhüttl.
Am Ende überstand der Österreicher das Virus und setzte seine Trainerkarriere fort. Später führte sie ihn zu Ingolstadt, RB Leipzig, Southampton und Wolfsburg.