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Lukas Kübler
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Johan Manzambi
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Lukas Kübler
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Pau Victor
Erstmals im Finale! Lienhart und Freiburg schaffen EL-Turnaround
Die Freiburger legen das Image des "kleinen Klubs" ab und spielen um den Europa-League-Titel. Im Finale treffen sie auf Aston Villa.
Der SC Freiburg steht erstmals im Finale der Europa League, zuhause bezwingt man den SC Braga in einem packenden und ereignisreichen Match mit 3:1.
Die Freiburger müssen vor heimischem Publikum einen 1:2-Rückstand aus dem Hinspiel aufholen, und die Gäste machen es den Breisgauern früh bedeutend einfacher.
Nach einer schnell gespielten Aktion Freiburgs ist Jan-Niklas Beste durch, Mario Dorgeles bringt ihn als letzter Mann zu Fall - klare rote Karte wegen Torraubs in der sechsten Minute.
Manzambi mit Traumtor
In Überzahl gelingt den Hausherren dann auch bald die Führung, Braga kann den Ball nicht klären, mit etwas Glück kommt Lukas Kübler zum Schuss, die Kugel kullert über die Innenstange ins Tor (19.). Die Portugiesen stehen sehr tief, können danach aber längere Zeit weitere gefährliche Abschlüsse der Freiburger verhindern.
Kurz vor der Pause stellen die Deutschen mit ÖFB-Legionär Philipp Lienhart, der durchspielt, allerdings doch die Weichen auf Aufstieg, in der 41. Minute wird Johan Manzambi nicht ordentlich angegangen, daher nimmt er sich ein Herz und schweißt den Ball von außerhalb des Strafraums ins rechte Eck.
In der Nachspielzeit der ersten Hälfte hat Braga die große Doppelchance zurückzukommen, Victor Gomez trifft aus kurzer Distanz, aber spitzem Winkel nur die rechte Stange, beim Abpraller schießt Rodrigo Zalazar Martinez Freiburg-Verteidiger Phillip Treu ab.
Gute Phase der Freiburger
Die Mannschaft aus dem Schwarzwald kommt nach dem Seitenwechsel gut aus der Kabine, Vincenzo Grifo trifft nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff ebenfalls die Stange, Matthias Ginter fehlen bei einem Abschluss nur wenige Zentimeter.
Freiburg hat nun Chancen beinahe im Minutentakt, Braga-Tormann Lukas Hornicek braucht nach einem Manzambi-Schuss eine Flugeinlage, auch Grifo hat eine weitere Chance.
Zwar haben auch die Gäste einzelne Möglichkeiten, mehr davon hat aber Freiburg, das in der 72. Minute dem Einzug ins Finale nochmal deutlich näherkommt. Grifo mit einer Freistoß-Flanke, und Kübler trifft per Kopf - Doppelpack.
Bragas Schlussoffensive reicht nicht
Braga gibt sich aber noch nicht auf und wird mit Fortdauer der zweiten Hälfte stärker, im Ergebnis schlägt sich das in Minute 79 nieder, Pau Victor verkürzt mit einem Kopfball.
Nun beginnt das große Zittern, den Portugiesen fehlt nur ein Tor für die Verlängerung, weil Freiburg-Torhüter Noah Atubolu aber zweimal glänzend pariert, bringen die Hausherren das 3:1 über die Zeit und ziehen mit einem Gesamtscore von 4:3 ins Finale ein. Nach dem Abpfiff gibt es für die Fans kein Halten mehr, sie stürmen aufs Feld.
Aston Villa mit überzeugendem Auftritt
Im zweiten Halbfinale kommt es zum rein englischen Aufeinandertreffen zwischen Aston Villa und Nottingham Forest, Nottingham nimmt einen 1:0-Vorsprung aus dem Hinspiel mit. Dieser sollte aber nicht reichen, das Team aus Birmingham gewinnt mit 4:0 und ist damit der Gegner Freiburgs im Europa-League-Finale.
Die Gäste haben die erste gefährliche Möglichkeit, Omari Hutchinson schlenzt die Kugel knapp vorbei. Danach ist Aston Villa aber deutlich stärker, Nottingham-Goalie Stefan Ortega Moreno muss nach einem Kopfball von Pau Torres mit den Fingerspitzen hin.
Die "Villains" machen weiter Druck, in der 36. Minute ist der Bann gebrochen, Emiliano Buendia setzt sich mit einem bärenstarken Dribbling gegen zwei Verteidiger durch und legt vor das Tor für Ollie Watkins ab, der aus kurzer Distanz keine Probleme hat und Aston Villa in Führung bringt.
Alles klar in Halbzeit zwei
Nur zwei Minuten später hat Watkins das 2:0 am Fuß, Ortega Moreno zeigt diesmal aber eine starke Parade. Zehn Minuten nach der Pause zieht Nottingham-Verteidiger Nikola Milenkovic im Strafraum Pau Torres klar am Trikot, den fälligen Elfmeter verwertet Buendia sicher (58.).
Abgesehen von einem Konter durch Chris Wood, bei dem Damian Martinez stark hält, haben die Gäste in der Folge keine Chancen mehr, wieder zurückzukommen, stattdessen trifft Aston Villa erneut, John McGinn erhöht nach Watkins-Assist auf 3:0 (77.).
Und McGinn hat Lust auf mehr, nur drei Minuten später trifft er erneut per Flachschuss und setzt damit den Schlusspunkt in dieser Partie (80.).
Das Finale der Europa League findet am Mittwoch, dem 20. Mai, in Istanbul statt.