NEWS

Worauf sich das ÖFB-Team wieder besinnen will

Phillipp Mwene erklärt, was das Finish gegen Algerien mit dem Team gemacht hat und wie er Lamine Yamal stoppen will.

Worauf sich das ÖFB-Team wieder besinnen will Foto: © GEPA

Ja, das Soll wurde bisher erfüllt. Nein, die Leistungen waren bisher nicht berauschend.

Aber das dramatische Happy End lässt das ÖFB-Team mit einem guten Gefühl aus der Gruppenphase ins WM-Sechzehntelfinale gegen Spanien gehen. Donnerstag, 21 Uhr, LIVE-Ticker >>>

Diese Gewissheit hat das 3:3 gegeben

"Dieses Spiel gegen Algerien hat uns nochmal brutal zusammengeschweißt. Es hat uns gezeigt, dass alles möglich ist – egal, wie aussichtslos die Situation scheint", sagt Phillipp Mwene.

Diese finalen Minuten hätten der Mannschaft "noch einmal die Gewissheit gegeben, dass wir trotzdem die Chance haben, zu gewinnen, auch wenn Spanien scheinbar ein übermächtiger Gegner ist", versichert der Linksverteidiger.

Darauf will sich das ÖFB-Team besinnen

Dass die bisherigen Vorstellungen keine Galen waren, ist der Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick bewusst. Vor allem der Pressingfußball, der das Team unter der Ägide des Deutschen bisher ausgezeichnet hat, funktioniert in den USA wenig bis gar nicht.

Mwene gibt zu: "Ich glaube, wir haben noch nicht unser wahres Gesicht gezeigt. Woran das genau liegt, ist schwer zu sagen."

"Wir können Spanien mit unserem hohen Pressing noch am ehesten ärgern"

Phillipp Mwene

"Wir müssen uns darauf besinnen, was uns hierher gebracht hat, was wir mit unserem Spielstil schon alles erreicht haben. Es ist ein Thema, dass wir versuchen wollen, wieder an unsere Stärken anzuknüpfen. Wir können Spanien mit unserem hohen Pressing noch am ehesten ärgern", sagt der Deutschland-Legionär.

So reagiert Grillitsch auf die Herzog-Kritik

Österreich habe "nicht die fitteste Mannschaft", erklärte Andreas Herzog zuletzt. Hier Nachlesen >>>

Mit dieser Behauptung kann Florian Grillitsch nichts anfangen: "Ich habe nicht den Eindruck, dass wir körperlich schlechter sind als in den Monaten davor. Gegen Spanien wird jeder rennen, bis er umfällt."

So will Mwene Yamal stoppen

test
Eine besondere Herausforderung
Foto: ©IMAGO / Xinhua

Eine besondere Aufgabe wartet auf Mwene, sollte er als Linksverteidiger starten: Lamine Yamal als Gegenspieler.

Der Superstar spricht über seinen Fitness-Zustand >>>

"Er hat alles, was einen Weltklasse-Flügelspieler auszeichnet: super Technik, Tempo im Eins-gegen-Eins, ein brutaler Abschluss", schwärmt der Wiener.

Sein Rezept: "Oberste Priorität wird sein, ihn nicht auf seinen starken linken Fuß zu lassen, ihn außen zu halten. Wir müssen versuchen, Zwei-gegen-Eins- oder Drei-gegen-Eins-Situationen herzustellen, um ihm so wenig Platz wie möglich zu lassen."

Gleichzeitig ist ihm bewusst: "Wir werden ihn nicht zu 100 Prozent ausschalten können, ähnlich wie Messi und Mbappe."

Mit diesem Gefühl gehen die ÖFB-Kicker ins Spiel

Vor dem ersten österreichischen K.o.-Spiel bei einer Weltmeisterschaft seit 1954 fühlen sich die ÖFB-Kicker offenbar in der Underdog-Rolle pudelwohl.

"Es gab schon lange kein K.o.-Spiel für Österreich bei einer WM mehr. Das ist eine Riesenchance, Geschichte zu schreiben. Wir wollen die Atmosphäre und das Stadion genießen. Alle brennen brutal auf das Spiel. Ich spüre mehr Vorfreude als Nervosität und Aufregung", sagt Mwene.

Grillitsch ergänzt: "Wir sind bei einer WM. Wir dürfen in der Runde der letzten 32 gegen Spanien spielen. Davon träumt jeder. Auf so einer Bühne, so ein Spiel."

Kommentare