Foda: Fortschritte bei Lazaro und Demir

 

Neue Impulse oder frischen Wind vermisst man in Franco Fodas Aufgebot für den Oktober-Lehrgang.

Auf den Färöer und in Dänemark soll weitestgehend jenes Personal für eine Trendumkehr sorgen, das die jüngste Misere verursacht hat.

Zum üblichen ÖFB-Stamm gehört auch Valentino Lazaro, wenngleich er sich in den vergangenen zwei Jahren kaum in Szene setzen konnte - zumeist verletzungsbedingt.

Im Herbst 2020 konnte der Steirer nur ein Länderspiel absolvieren, 2021 reichte es bislang zu deren drei - darunter zwei Kurzeinsätze. Von Beginn an stand der 25-Jährige nur bei der EURO-Generalprobe gegen die Slowakei auf dem Feld.

Im September verzichtete Foda auf den damals bei Inter aufs Abstellgleis gestellten Lazaro, damit der seinen Transfer zu Benfica über die Bühne bringen kann. Beim Traditionsklub aus Portugal sind inzwischen die ersten Einsätze absolviert.

Der Teamchef zeigt sich zufrieden: "Ich habe mir drei Spiele von ihm angeschaut, im letzten hat er von Anfang an gespielt. Er spielt dort in einem 5-3-2 auf der rechten Seite, ist vor allem im Spiel nach vorne sehr aktiv. Auch in der Defensive wirkt er jetzt eigentlich sehr stabil, hat einen guten Eindruck hinterlassen."

Generell sei "Tino ein Spieler, der gerade im Offensivbereich mit seiner Schnelligkeit immer wieder Läufe in die Tiefe absolviert. Mit ihm sind wir im Spiel nach vorne sicher variabler."

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)

Foda hofft, dass Lazaro bei Benfica wieder in den Rhythmus findet und regelmäßig spielt. Bei seinen vorangegangen Leih-Stationen bei Newcastle und Mönchengladbach gelang dies nur bedingt.

Foda hofft, dass Demir gut mit Kritik umgeht

In Portugals Nachbarland Spanien kam Yusuf Demir inzwischen in vier Liga-Spielen und einer Champions-League-Partie für den FC Barcelona zum Einsatz. Zwei Mal stand der 18-Jährige in der Liga sogar in der Startelf, nicht alles klappte dabei jedoch nach Wunsch.

"Er hat jetzt das ganze Spektrum eines Fußball-Profis auf höchstem Niveau erlebt", befindet Foda, "teilweise wurde er auch von der Öffentlichkeit kritisiert. Nichtsdestotrotz fand ich persönlich, dass er es über weite Strecken gut gemacht hat. Man sieht einfach seine Qualitäten am Ball."

Der Teamchef erwähnt weiter den Verbesserungsbedarf Demirs im Umschaltspiel und im Spiel gegen den Ball: "Trotz allem darf man nie vergessen, dass er noch ein ganz junger Spieler ist. Er spielt jetzt bei einer der besten Mannschaften der Welt. Dort ist das Anforderungsprofil noch mal extrem hoch. Trotzdem finde ich, dass er seine Sache bis jetzt gut macht."

Foda weiter: "Ich hoffe, dass er mit der Situation jetzt umgehen kann nach dieser Kritik. Wir werden ihn behutsam aufbauen. Er ist ein talentierter Spieler, an dem wir in Zukunft sicher noch viel Freude haben werden."

Warum keine neuen Impulse?

Man darf gespannt sein, wie viel Einsatzzeit Demir diesmal beim ÖFB-Lehrgang bekommen wird. Der Jungstar könnte zumindest für frischen Wind sorgen.

Ansonsten entschied sich Foda dagegen, durch den einen oder anderen neuen Spieler für neue Reize und Impulse zu sorgen.

Der Teamchef betont, dass man erstmals Salzburg-Youngster Nicolas Seiwald auf die Abrufliste befördert habe. Zudem nennt Foda mit Marco Grüll einen weiteren Kandidaten, der offenkundig am Sprung steht.

Aber: "Jetzt war es mir einfach wichtig, diesen Spielern die Chance zu geben, sich zu präsentieren, weil sie es ja schon in vielen Spielen gezeigt haben. In dieser Phase ist es einfach wichtig, dass wir noch enger zusammenrücken und den Spielern weiter Vertrauen schenken."


Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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