NEWS

Posch: Was noch Probleme macht, was gut funktioniert

Zähne zusammenbeißen ist für Stefan Posch nach dem Kieferbruch keine Option. So hat er die letzten Tage erlebt:

Posch: Was noch Probleme macht, was gut funktioniert Foto: © IMAGO / NurPhoto

So hat sich Stefan Posch seine bisherige Weltmeisterschaft sicher nicht erwartet. Andererseits hätte es auch schlimmer kommen können.

"Besser das Kiefer als das Bein gebrochen", witzelt der Steirer am Rande eines Medientermins.

Zum Scherzen war ihm nach dem Auftaktsieg gegen Jordanien noch so gar nicht zumute.

Schlimme Befürchtungen

Nach einem Zusammenprall mit einem Gegenspieler gegen Ende der Partie blieb der Rechtsverteidiger liegen, musste behandelt werden.

Dass etwas Schlimmeres passiert ist, war ihm sofort klar, er habe sogar gemutmaßt, es könnte sich um einen Schädelbruch handeln. Trotzdem spielte der 29-Jährige durch.

"Es waren ereignisreiche Tage, emotionale Höhen und Tiefen"

Am Tag danach wurde ein Kieferbruch diagnostiziert. Inzwischen ist die Schwellung so stark zurückgegangen, dass gar nichts mehr davon zu sehen ist.

"Schon noch Schmerzen"

Um im zweiten Gruppenspiel gegen Argentinien mit dabei sein zu können, musste Posch einige Anstrengungen unternehmen. Immer wieder musste er nach Los Angeles, um eine Spezialschiene anpassen zu lassen.

test
Die Schiene passt und stört nicht
Foto: ©GEPA

"Es waren ereignisreiche Tage, emotionale Höhen und Tiefen – von Operation und Heimflug bis zu 'wir schaffen es irgendwie'", resümiert er.

Er habe "schon noch Schmerzen, mal mehr, mal weniger", sagt er.

Probleme beim Essen

"Steirerblut is ka Himbeersaft", postete er nach der Diagnose auf "Instagram". Zähne zusammenbeißen, würde man sagen, geht bei einem Kieferbruch aber schlecht.

"Essen ist nicht so einfach, ich kann nicht wirklich kauen, aber Pasta geht schon", verrät er.

Keine Probleme beim Match

Er danke allen Betreuern für die großen Bemühungen, die sie unternommen hätten, damit er schon gegen Argentinien wieder am Platz stehen könne, betont der Defensivspieler.

Die Erkenntnis nach dem ersten Spiel mit Spezialschiene: "Die Maske hat mich nicht wirklich behindert. Es war echt in Ordnung. Das Gute ist, dass das Sichtfeld frei ist."

Kommentare