ÖFB-Routiniers: "Keine leiwande Situation"

 

"Ich habe keine Ahnung."

Nach der 0:1-Heimpleite gegen Schottland (Spielbericht>>>) war Marko Arnautovic und einigen anderen Führungsspielern die Ratlosigkeit anzusehen. "Es tut einfach weh, dass wir nicht auf unserem Level spielen - das sehen auch viele Leute. Ich hoffe, dass sich das in Zukunft ändern wird. Da können viele Faktoren mitspielen, aber die will ich jetzt nicht aufzählen."

Wieder einmal hatte man sich viel vorgenommen, doch der Output war überschaubar. Zudem kippte die Stimmung auf den Rängen, die Fans waren sauer, forderten "Foda raus" und suchten die Aussprache mit Arnautovic und David Alaba.

An fehlender Einstellung mangelt es nicht. Geht es nach dem Neo-Bologona-Goalgetter, ist die Marschroute immer klar: "Ich will einfach jedes Spiel gewinnen, das war die letzten zwei Spiele nicht der Fall. Das ist keine leiwande Situation." Auf die Tabelle schaut er dabei gar nicht, viel mehr ärgert ihn die Tatsache, keine Lösungen im Spiel gefunden zu haben. Seiner Meinung nach war das ÖFB-Team gegen Schottland "verloren".

Auch Kapitän David Alaba war sichtlich angeschlagen und suchte nach Erklärungen, warum die angewandten Mittel nicht zum Erfolg führten. "Dann wird man auf dem Niveau bestraft, wie es auch schon in Israel war." Auch der Real-Madrid-Neuling will von der Tabelle in der WM-Quali nichts wissen, geschweige denn rechnen. Aber seine diesbezügliche Meinung scheint allgemein zu gelten: "Wir werden nie aufgeben und aufhören unser Bestes zu geben - das zu hundert Prozent."

Plan A ohne Erfolg, Plan B nicht vorhanden

Trotzdem gibt es Phasen, in denen einfach nichts zusammenläuft. Wobei stets auch der Plan zu hinterfragen ist, mit dem man das Spiel angeht. Das Spiel über die Seiten mit Flanken zur Mitte, wo die großgewachsenen und kopfballstarken Schotten nur auf die Bälle warten, war vielleicht nicht Fodas ausgeklügelster Plan.

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)

Einen Plan B vermisste man nicht nur gegen Schottland sondern schon davor. "Die richtige Lösung haben wir nicht gefunden. Der letzte Pass, der Abschluss hat einfach gefehlt. Nach dem 0:1 war es gegen tief stehende Schotten nicht so einfach", erklärte Alaba im "ORF".

Verständnis für Unruhe, aber nicht gänzlich für Kritik

Der Ersatzkapitän in Abwesenheit von Julian Baumgartlinger muss sich selbst bei der Nase nehmen. Auch Arnautovic wollte keine Schuldzuweisungen verteilen und übte Selbstkritik an der gezeigten Leistung. Ein guter Ansatz für Besserung.

"Wenn man auf zwei Niederlagen in drei Spielen zurückblickt, versteht man die Unruhe. Natürlich gehört Kritik dazu, aber wie die speziell nach dem Israel-Spiel ausgefallen ist, da habe ich eine andere Meinung. Uns da Lustlosigkeit vorzuwerfen, das sehe ich nicht so", stellte Alaba klar.

"Es ist nicht so lang her, wo wir erfolgreich waren. Und jetzt schaut die Welt schon wieder anders aus. Das geht bei uns zu Hause sehr schnell, aber das wissen wir."

Ob der Umschwung in dieser Konstellation gelingt, bleibt jedoch abzuwarten. Sowohl der Teamchef als auch einige Spieler sind angezählt. Und der nächste Lehrgang lässt nicht lange auf sich warten. Im Oktober warten jeweils auswärts die Färöer (9.10.) und Dänemark (12.10.), im November geht es diesmal in Heimspielen gegen Israel (12.11.) und Moldawien (15.11.).

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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