Arnautovic: "Waren einfach verloren"

 

Der 93. Auftritt im ÖFB-Dress wird Marko Arnautovic nicht in guter Erinnerung bleiben.

Beim 0:1 gegen Schottland (Spielbericht>>>) hing der Bologna-Legionär gegen die schottischen Abwehrhünen völlig in der Luft und erwischte - so wie viele seiner Mitspieler - einen der schwächsten Tage seiner ÖFB-Karriere.

Die Schotten wirkten bereiter, entschlossener und schlicht besser als das ÖFB-Team, das über 90 Minuten nur zu einer klaren Torchance durch Christoph Baumgartner kam. Arnautovic, zuletzt zwei Mal in Folge mit einem Treffer erfolgreich, konnte kaum Gefahr ausstrahlen.

"Wir waren einfach verloren, hatten keine Lösungen, keinen Ausweg, dann geht auch nichts", kann sich der Wiener, der nach Schlusspfiff eine Aussprache mit den Fans suchte (Alle Infos>>>), die schwache Leistung seiner Mannschaft im "ORF"-Interview kaum erklären.

"Habe nicht meine Leistung gebracht"

Die direkte WM-Quali ist damit endgültig gelaufen, für die restlichen vier Spiele steht Schadensbegrenzung an. Ob für diese Franco Foda sorgen kann, wird sich in den nächsten Tagen weisen. Der Teamchef galt schon vor dem Schottland-Spiel als angezählt.

Arnautovic will nach Spielende allerdings keine Teamchefdiskussion aufkommen lassen. Viel mehr nimmt er seine Mitspieler und vor allem sich selbst in die Pflicht: "Wer am Platz steht, muss schauen, das Spiel zu gewinnen. Als ganze Mannschaft. Da gibt es keine Bank oder die erste Elf, oder... nein! Ich werde auch keinen kritisieren. Ich habe natürlich auch nicht meine Leistung gebracht, das ist klar."

Österreich hat Schottland offensiver erwartet

Der 32-Jährige wirkte gegen Schottland überhaupt nicht in gewohnter Spiellaune und mit Fortdauer des Spiels immer frustrierter. So sehr, dass er in Halbzeit zwei mit einem dreckigen Schultercheck gegen Billy Gilmour unangenehm auffiel. "Es ist schon hart, wenn man am Platz steht und man ist verloren, man kann nicht mehr, man findet keinen Weg, ein Tor zu machen. Schade!", so Arnautovic nach dem Spiel resigniert.

Warum sich das ÖFB-Team gegen Schottland so schwer tat? "Wir haben nicht gedacht, dass Schottland so nach hinten geht. Das war nur auf Konter spielen und das haben sie gut gemacht", so der Stürmer.

EUROphorie verflogen! "Tut umso mehr weh"

Nach dem Schottland-Spiel am Ende des September-Lehrgangs samt biederem 2:0-Sieg über Moldawien und einer peinlichen 2:5-Pleite in Israel ist die EURO-Euphorie beim ÖFB-Team endgültig erloschen. Die gut 18.000 Zuseher, die an diesem Abend ihren Weg ins Ernst-Happel-Stadion fanden, verabschiedeten das ÖFB-Team mit Pfiffen. Nicht viel besser ist die Stimmung in diversen Social-Media-Kanälen und Fußballforen.

"Darum tut es auch umso mehr weh, darum tut es den Leuten, die herkommen genauso weh. Die haben eine Mannschaft auf höchstem Niveau bei der EURO gesehen, die das Level in den letzten drei Spielen nicht erreicht hat", trauert Arnautovic dem positiven EURO-Feeling hinterher.

Warum nach der großteils eindrucksvollen Europameisterschaft so ein drastischer Einbruch erfolgte? Arnautovic kann keine wirkliche Erklärung finden: "Ich weiß nicht, mit was das alles zu tun hat. Es kann wegen der Reisen sein, es kann das Drumherum sein, es können die drei Spiele in zehn Tagen sein. Aber das können wir alles nicht sagen, darüber können wir uns nicht beschweren, weil die andere Mannschaft das gleiche wie wir gemacht hat und die haben auch alles geben können."


Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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