"Für mich steht Österreich im Vordergrund!"
Auch wenn ihm das zunächst vielleicht gar nicht so geschmeckt hat. "Ich habe im Herbst nicht damit gerechnet, dass ich so wenig spiele", gibt Kalajdzic im Rückblick auf den behutsamen Aufbau zu.
"Noch viel Luft nach oben"
Letztendlich stehen 2025/26 29 Pflichtspiele, sieben Tore und elf Assists zu Buche. Das ist sehr ordentlich. Geht es nach dem ÖFB-Teamspieler, ist er aber noch nicht am Limit.
"Ich glaube schon, dass noch viel Luft nach oben ist. Man sagt ja immer, man braucht so lange, um zurückzukommen, wie man verletzt war. Und da bin ich noch nicht", sagt er.
Keine großen Ansprüche
Die nächsten Schritte kann er nun im Nationalteam machen. Im März gab er sein Comeback, war erstmals seit November 2023 wieder dabei. In den WM-Kader hat er es auch geschafft.
"Das ist die absolute Krönung für diese Saison", strahlt er.
Große Ansprüche stellt er nicht: "Ich bin erstmal froh, dass ich dabei bin. Das erfüllt mich. Wenn man sich meine letzten Jahre anschaut, ist das nicht selbstverständlich."
Welche Rolle er bei der WM nun spielen werde? "Das wird sich zeigen. Ich werde mich in den Dienst der Mannschaft stellen und meine Rolle akzeptieren. Für mich steht Österreich im Vordergrund. Ich will, dass die Mannschaft das Maximum erreicht und das Land dann stolz auf uns ist", sagt er.
"Der Körper macht das super"
Der Körper jedenfalls macht ihm keinerlei Sorgen. Die ungewohnt hohe Belastung am Ende der Saison mit dem LASK steckte Kalajdzic eigenen Angaben zufolge problemlos weg.
"Der Körper macht das super. Das ist der logische Ertrag für die großen Investitionen in meinen Körper", freut sich der Angreifer.
Kontakt zu den "Wolves"
Die Leihzeit beim LASK ist vorbei, sein Vertrag bei Wolverhampton läuft noch bis Sommer 2027. Die "Wolves" sind aus der Premier League in die Championship abgestiegen.
"Es gab 1000 Gerüchte in meiner Karriere. - mich lässt das mittlerweile kalt"
Der Kontakt zum Klub sei immer da gewesen: "Es gibt ein Loan Department, ich muss wöchentlich Dinge ausfüllen, bin ständig in Kontakt mit den Physios. Auch mit dem Sportdirektor habe ich gesprochen. Sie waren ein paar Mal vor Ort, um zuzuschauen. Das war alles immer positiv."
Wird er also in der kommenden Saison bei Wolverhampton spielen? "Ich bin nach der WM Spieler von Wolverhampton. Stand jetzt gehe ich dann zurück", stellt er klar.
Gerüchte lassen ihn kalt
Aber so richtig interessiert ihn das alles jetzt gerade gar nicht. "Für mich persönlich ist zweitrangig, was nach der WM passieren wird. Alles andere als Österreich ist jetzt nebensächlich."
Zuletzt tauchte das Gerücht auf, Schalke 04 wolle ihn verpflichten. Kalajdzic lächelt: "Es gab 1000 Gerüchte in meiner Karriere. Mich lässt das mittlerweile kalt."
Was zählt, ist die Gegenwart. "Ich probiere, im Hier und Jetzt zu sein", sagt er. Und denkt dann doch ein wenig an die Zukunft, wenn er über die WM spricht: "Ich hoffe, wir werden es unvergesslich machen."