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Baumgartner: "Bin am Peak meiner Karriere"

Der beste Christoph Baumgartner, den es je gab, startet in die WM-Vorbereitung. Mit breiter Brust und ganz viel Teamgeist.

Baumgartner: "Bin am Peak meiner Karriere" Foto: © IMAGO / STEINSIEK.CH

"Ich sehe mich am Peak meiner Karriere", sagt Christoph Baumgartner.

Der 26-Jährige startet mit einer Brust in die WM-Vorbereitung, die breiter kaum sein könnte. Seine abgelaufene Saison bei RB Leipzig kann getrost als fantastisch bezeichnet werden.

"Sicher meine beste Saison"

17 Tore und 9 Assists in 37 Pflichtspielen, Fünfter in der Scorerliste der deutschen Bundesliga, unumstrittene Stammkraft, ja sogar Schlüsselspieler, bei seinem Klub.

"Das war sicher meine beste Saison", sagt der Offensivspieler. Und damit meint er gar nicht nur die nackten Zahlen.

"Ich bin gereift."

Christoph Baumgartner

"Ich habe viele Statistiken gesehen, dass wenige Spieler in Europa von meiner Position aus so viele Scorer gemacht haben. Das freut mich natürlich, aber es wird oft zu viel nur darauf projiziert", holt er aus.

Mehr als nur Zahlen

Er habe auch gute Spiele gemacht, "in denen keine Scorer dabei waren, in denen ich mich als Sechser oder Achter in den Dienst der Mannschaft gestellt habe". Mehr als über Tore und Assists freue er sich "über eine sehr konstante Leistung über sehr viele Spiele hinweg".

In seiner dritten Saison bei den Ostdeutschen ist er endlich voll und ganz angekommen. "Ich konnte in den letzten zwei Jahren, die nicht einfach waren, sehr viel lernen. Ich habe körperlich einen Schritt gemacht und mich als Charakter weiterentwickelt. Ich bin gereift. Diese Saison zeigt, was ich leisten kann", sagt er stolz.

Die WM "durchpeitschen"

Die WM "durchpeitschen"
Voller Fokus auf die WM
Foto: ©GEPA

Nachsatz: "Der Zeitpunkt könnte nicht besser sein." Damit meint er natürlich die anstehende Weltmeisterschaft.

"Rein körperlich bin ich in einem Zustand, in dem ich mir zutraue, eine WM so richtig durchzupeitschen, viele Minuten und Kilometer zu sammeln", so Baumgartner. Zuletzt hatte er zehn Tage Urlaub, war auf Mallorca, verbrachte dann Zeit mit der Familie.

Der Niederösterreicher weiß auch, dass es nun darum geht, das große Selbstvertrauen in Leistungen in den USA umzumünzen: "Jetzt geht es darum, das auf den Platz zu bringen. Wenn ich drei schlechte Spiele mache, interessiert es niemanden, ob ich eigentlich gut in Form war."

Was viel mehr zählt als Tore bei der WM

Grundsätzlich ist die Bühne WM für jeden einzelnen Spieler freilich attraktiv, doch im ÖFB-Team ist längst angekommen, dass es nur miteinander geht.

"Meistens gehen Mannschaftserfolg und persönlicher Erfolg einher. Wenn jeder sein Ego ein Stück weit zurückschraubt und das der Mannschaft in den Vordergrund stellt – das kriegen wir hier eigentlich immer außergewöhnlich gut hin –, dann wird es für alle auch persönliche Highlights geben", sagt der 58-fache Internationale.

Und so geht er es dann auch an: "Natürlich erhoffst du dir als Spieler, bei einer WM ein Tor zu schießen. Aber für mich sind andere Dinge entscheidender. Wenn wir ganz weit kommen und das Land glücklich machen, ist mir das viel mehr wert, als wenn ich in der Vorrunde fünf Tore schieße und wir scheiden aus."

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