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Happel bekommt Upgrade: "Die Häusl-Situation ist unerträglich"

Wiens Sport-Stadtrat Peter Hacker erteilt einem neuen Nationalstadion eine klare Absage. Dafür sollen im Ernst-Happel-Stadion einige Dinge verbessert werden.

Happel bekommt Upgrade: "Die Häusl-Situation ist unerträglich" Foto: © IMAGO / STEINSIEK.CH

Der Hype um das österreichische Nationalteam ist kurz vor Beginn der WM so groß wie lange nicht. Ein guter Zeitpunkt, um das Thema Nationalstadion wieder anzustoßen, möchte man meinen.

Wiens Sport-Stadtrat Peter Hacker tritt in Hinblick auf eine neue Arena aber auf die Euphorie-Bremse.

"Wir werden das bestehende Stadion weiterentwickeln. Ein neues Bernabeu-Stadion wird es in Wien nicht geben", stellt Hacker im 90minuten-Interview klar.

Im Ernst-Happel-Stadion in Wien würde aktuell nur die Nationalmannschaft spielen, merkt der SPÖ-Politiker an. "Damit sind fünf Tage im Jahr ausgelastet, wir müssen aber auch in den restlichen 360 Tagen im Jahr Geld für diese Infrastruktur verdienen. Ich verstehe die Emotion. Es ist aber einfach nicht realisierbar, weil wir keine Klubmannschaft haben, die regelmäßig dort spielt."

Happel: Gastro nicht erquicklich, Toiletten unerträglich

Österreich scheint von einem neuen Stadion aktuell also weiter entfernt zu sein als vom WM-Titel.

Ist es realistisch, ein Stadion mit 70.000 Sitzplätzen über das ganze Jahr so zu bespielen, dass man sich die Betriebskosten einer solchen Einrichtung leisten kann? Die realistische Antwort lautet: Nein.

Peter Hacker

Dafür soll das bestehende Prater-Oval ein Upgrade erhalten: "Wir werden jedenfalls Verbesserungen vornehmen. Ich finde die Gastrosituation nicht erquicklich. Und die Häusl-Situation - das kann man ruhig so schreiben - ist unerträglich. Der Stadionbesuch muss komfortabler werden. Derzeit werden Pläne und Vorschläge dafür ausgearbeitet", erklärt Hacker.

Er betont außerdem, dass vor allem Veranstalter abseits von Fußballspielen mit dem Happel-Stadion als Event-Location durchaus zufrieden wären.

"Die entscheidende Fläche bei Konzerten ist die Fläche im Innenraum. Veranstalter sind sehr glücklich damit, dass es eine Laufbahn und im internationalen Vergleich viel Platz um das Spielfeld gibt. Mit unserem Stadion haben wir also aktuell sogar ein Asset. Damit verdienen wir auch unser Geld."

"Ist es realistisch, ein Stadion mit rund 70.000 Sitzplätzen über das ganze Jahr so zu bespielen, dass man sich die Betriebskosten einer solchen Einrichtung leisten kann?", fragt Hacker und gibt sogleich die Antwort: "Ich bin traurig darüber, aber die realistische Antwort lautet: Nein."

Das komplette Interview mit Peter Hacker:

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