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Es läuft für Gregoritsch - nun auch im ÖFB-Team

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Michael Gregoritsch hat einen Lauf.

Der Augsburg-Stürmer wurde in der Vergangenheit oftmals für seine Leistungen im ÖFB-Team kritisiert, während er in seinen Klubs groß aufspielte. Seit einiger Zeit hat sich dieses Blatt aber gewendet. Beim 1:0-Auswärtssieg in der Nations League gegen Nordirland war der 26-jährige Angreifer einmal mehr der Matchwinner.

In den letzten drei Nations-League-Spielen traf er somit zwei Mal, im Freundschaftsspiel gegen Griechenland steuerte er einen Assist bei und leitete das zweite Tor mustergültig ein. Diese Form kann sich im Hinblick auf die EURO im kommenden Jahr sehen lassen.

Ob Gregoritsch das auch selber so bewertet?

"Das kann man so sagen, dass es läuft", meint Gregerl im ORF. "Ich bin relativ glücklich, dass es so gelaufen ist. Es ist etwas ganz Besonderes, für das Nationalteam zu treffen. Und dass wir dann noch 1:0 gewonnen haben, ist natürlich noch schöner."

"Dann ist es auch ganz vorne ganz in Ordnung"

Der Stürmer musste sich oftmals hinten anstellen oder Spielern wie Marko Arnautovic in der Spitze den Vorrang lassen. So wurde er auch auf Positionen ausprobiert, wo er seine Stärken nicht so zur Geltung bringt wie beim Goldtreffer.

Bei der Flanke des aufgerückten Martin Hinteregger fackelte er nicht lange und köpfte den Ball aus kurzer Distanz unhaltbar ein. Dabei äußerte er sich erst kürzlich in einem Interview, dass er sich wohler fühlt, wenn er hinter dem Solostürmer als hängende Spitze aufläuft.

"Ja, aber grundsätzlich habe ich auch dazugesagt, dass es nicht wichtig ist, wo ich auf dem Zettel und in der Mannschaftsaufstellung stehe. Wichtig ist, dass ich mich viel bewegen kann. Wenn wir dann so Fußball spielen, wie wir es in der ersten Halbzeit gemacht haben, dann ist das auch ganz vorne ganz in Ordnung", schmunzelt der Matchwinner, nachdem auch die Variante mit ihm als Stoßstürmer funktioniert hatte.

Eigentlich war es eine souveräne Vorstellung des ÖFB-Teams, und trotzdem musste sich die Foda-Elf ankreiden lassen, dass man in der zweiten Halbzeit einen Gang zurückschaltete.

Gregoritsch selbstkritisch: "Da müssen wir wach sein"

Auch Gregoritsch hatte diesen Eindruck auf dem Feld, dass einige Unsicherheiten dazu führten, dass man nicht mehr jene Kontrolle aus den ersten 45 Minuten aufrecht erhalten konnte.

"Ich glaube, die Nordiren haben alles nach vorne geworfen. Wir waren dann, vor allem wenn wir die Bälle gewonnen haben, nicht mehr so ballsicher wie in der ersten Hälfte. Wir haben sehr viele Bälle in der Vorwärtsbewegung verloren, haben unsere Konter nicht gut fertiggespielt. Dann kommt man in so eine Angriffswelle der Nordiren hinein", gab sich der neue ÖFB-Goalgetter nach seinem vierten Team-Treffer selbstkritisch.

"Ich glaube aber, dass wir es ab 20 Meter vor dem Tor wirklich gut verteidigt haben. Ich kann mich an keine Torchance erinnern, außer die am Schluss - da müssen wir natürlich wach sein. Aber wichtig war, dass wir zu Null gespielt haben. Das ist ein schönes Gefühl für Pavao (Anm.: Pervan), dass er erstmals zu Null gespielt hat."

Ausrasten gibt es ohnehin nicht, bereits am Mittwoch geht es gegen Rumänien um weitere wichtige Puntke - die letzten im Jahr 2020. Trotzdem kann man den Moment einmal kurz genießen. "Jetzt sind wir Erster, haben sechs Punkte und sind zufrieden."

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