Vorneweg: Rangnick wird nicht die FIFA-Frist bis 1. Juni ausreizen, sondern schon am 18. Mai seinen WM-Kader verkünden. Der Kader für das Testspiel am 1. Juni in Wien gegen Tunesien soll nämlich auch jener für das Großturnier sein - natürlich unter dem Vorbehalt möglicher Verletzungen.
"Ich möchte sowohl mir als auch den Spielern ersparen, dass jemand nach vier oder fünf Tagen Campus nach Hause geschickt wird. Ich glaube, das braucht keiner. Wir werden dort kein Casting mehr machen", pocht Rangnick auf frühe Gewissheit.
Offenes Rennen um die Nummer drei
Fix ist auch, dass "nur" drei Torhüter mit nach Übersee fliegen werden. Einen vierten Goalie für optimale Trainingsbedingungen mitzunehmen, ist für Rangnick keine Option. "Dann wäre der vierte ja nur zum Training dabei. Das werden wir sicher nicht machen."
Patrick Pentz und Alexander Schlager werden sich um die Nummer eins matchen und fix mit an Bord sein, aber "zumindest was die dritte Torwartposition angeht, ist noch alles offen", verrät Rangnick.
Neuling Florian Wiegele habe "einen richtig guten Eindruck hinterlassen". Tobias Lawal hätte die Chance, ihm das gleichzutun, in 45 Minuten gegen Südkorea bekommen sollen, verletzte sich aber. "Aber auch Niklas Hedl und Nikolas Polster haben noch alle Möglichkeiten."
Fünf Feldspieler-Positionen noch offen
Bei den Feldspielern gibt es für Rangnick aktuell 17 Fixstarter, "bei den Plätzen 18 bis 23 ist noch manches offen. Da gibt es einen großen Konkurrenzkampf, und es hängt natürlich schon ein bisschen davon ab, welche Leistungen die Spieler in den nächsten Wochen bringen." Dies gilt nicht zuletzt auf der Innenverteidiger-Position.
Aktuell laute der Plan, jede Feldspieler-Position doppelt zu besetzen, dann wären noch drei weitere Plätze für - im Idealfall - polyvalente Spieler, die mehrere Positionen ausfüllen können, offen.
Grundsätzlich kämen für eine WM-Nominierung all jene Spieler infrage, "die bei diesem Lehrgang dabei waren – aber auch der ein oder andere, der diesmal nicht dabei war", so Rangnick.