EURO 2020: Das Feedback für die ÖFB-Kicker

EURO 2020: Das Feedback für die ÖFB-Kicker Foto: © getty
 

Im Nachhinein ist man immer schlauer.

Die EURO hat auch aus ÖFB-Sicht viele Geschichten geschrieben, mit denen man so nicht rechnen konnte. Andere Entwicklungen wiederum waren vorhersehbar.

Einen Tag vor dem Auftakt-Spiel gegen Nordmazedonien haben wir eine Erwartungshaltung an jedes rot-weiß-rote Kadermitglied für dieses Turnier formuliert.

Nach dem begeisternden Auftritt beim Achtelfinal-Aus gegen Italien ist es an der Zeit zu überprüfen, wie es dann wirklich gekommen ist.

Wer hat seine Rolle erfüllt, wer eher weniger? Das Feedback für jeden ÖFB-Kicker:

Der Text wird unter dem Video fortgesetzt:

#13 DANIEL BACHMANN

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EURO-Einsätze: 4

Das war die Erwartungshaltung: Wenn Daniel Bachmann nach der EURO allen Grund hätte, so selbstbewusst aufzutreten wie davor, wäre dies für das ÖFB-Team kein schlechtes Zeichen. Immerhin will er die Europameisterschaft gewinnen. Der England-Legionär legte nach dem Premier-League-Aufstieg mit dem FC Watford im Nationalteam eine Punktlandung in Sachen Nummer eins hin. In seinen ersten beiden Länderspielen hinterließ er einen sicheren Eindruck. Beim Verein hielt er seinen Kasten in 13 von 23 Liga-Spielen sauber. So oft wie möglich zu Null wäre logischerweise auch bei der EM fein. Das darüberliegende Ziel sollte sein, dass Österreich nach der EM nicht mehr über die Rolle des Stamm-Torhüters diskutieren muss. Die Suche nach einer klaren und vor allem unumstrittenen Nummer eins hat einige Jahre und somit viel zu lange gedauert. Bachmann hat die Chance, einen Schlussstrich unter das Thema zu ziehen.

Das Feedback: Chance genutzt! Dass Foda den Goalie im Prinzip bereits als Nummer eins für den September bestätigt hat, sagt alles. Bachmann zeigt immer wieder mit Paraden auf, und das auch in für den weiteren Spielverlauf wichtigen Momenten. Das Gegentor gegen Nordmazedonien war unglücklich, ansonsten hat der 26-Jährige seine Aufstellung gerechtfertigt. Erwartungshaltung erfüllt!

Die Ersatztorhüter Pavao Pervan und Alexander Schlager bekommen jetzt kein gesondertes Feedback. Dass der Dreikampf um den Job im ÖFB-Tor zwischenmenschlich vernünftig abgelaufen ist, ist beiden hoch anzurechnen. Hätte Bachmann ersetzt werden müssen, wäre es beiden zuzutrauen gewesen, ein sicherer Rückhalt zu sein.


#2 ANDREAS ULMER

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EURO-Einsätze: 2

Das war die Erwartungshaltung: Wenn man von einem 35-Jährigen nicht erwarten darf, dass er seine Routine ausspielt, von wem dann? Anders als beim FC Red Bull Salzburg, bei dem er einer der Führungsspieler ist, macht Ulmer im ÖFB-Team auf dem Platz einen eher schüchternen Eindruck. Gut, dies mag auch an der vergleichsweise vorsichtigen Herangehensweise liegen. Nur ein Assist in 24 Länderspielen ist dennoch eher mager. Wie intensiv Foda ihm vertraut, wird sich weisen. Aber der Teamchef darf tendenziell darauf zählen, dass der Linksverteidiger versucht, im möglicherweise einzigen Turnier seiner Karriere alles aus sich rauszuholen.

Das Feedback: Foda vertraute ihm semi-intensiv. Im 3-5-2-System der ersten beiden Spiele war Ulmer gesetzt, blieb jedoch weiter eher schüchtern. Als im Zuge des Systemwechsels er hinaus- und Florian Grillitsch hineinrotiert wurde, sowie David Alaba links hinten übernahm, spielte Österreich plötzlich ansehnlichen Fußball. Das soll nicht heißen, dass dies an Ulmer gelegen hat, aber gutes Timing war das für den Salzburger natürlich nicht.

#3 ALEKSANDAR DRAGOVIC

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EURO-Einsätze: 4

Das war die Erwartungshaltung: Mit seinem Ausschluss gegen Ungarn und seinem verschossenen Elfmeter gegen Island hat Dragovic 2016 gesehen, wie schnell ein Turnier auch in persönlicher Hinsicht in die falsche Richtung abbiegen kann. Die Leverkusen-Jahre seither waren nicht leicht, aber der Reifeprozess des 30-Jährigen ist augenscheinlich. Im ÖFB-Team hat sich die Einser-Innenverteidigung gemeinsam mit Martin Hinteregger jedenfalls zu einem unumstrittenen Bollwerk entwickelt. Die Erwartungshaltung ist also schlichtweg, die zumeist gute ÖFB-Form auch bei der EURO auszuspielen.

Das Feedback: Beinahe wäre auch dieses Turner für "Drago" persönlich in die falsche Richtung abgebogen, schließlich verletzte er sich beim Auftakt gegen Nordmazedonien am Auge und musste ausgewechselt werden. Das Gastspiel in Amsterdam verlief wie für die meisten nicht zufriedenstellend. Dafür spielte der 30-Jährige gegen die Ukraine und vor allem gegen Italien seine Form aus und zeigte, warum er eine der Säulen dieses Teams ist. Mit nunmehr 94 Länderspielen ist er neuer alleiniger Dritter der ewigen Rangliste und wird sich bald Toni Polster (95) schnappen.

#4 MARTIN HINTEREGGER

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EURO-Einsätze: 4

Das war die Erwartungshaltung: Wenn das Innenverteidiger-Duo Dragovic/Hinteregger weiterhin funktioniert, wäre das schon mal eine gute Basis. Ob in der Defensivarbeit oder beim Herausspielen - auf den Kärntner ist im Normalfall Verlass. Vielleicht kann er bei der EURO auch seine durchaus vorhandenen Qualitäten im Abschluss unter Beweis stellen. Unterm Strich zählt Hinteregger genau wie Dragovic zu den Veteranen von 2016, die - mittlerweile im besten Fußballer-Alter angekommen - dieses Team durchs Turnier führen müssen.

Das Feedback: Weitestgehend war wie gewohnt Verlass, aber Hinteregger erlaubte sich den einen oder anderen Konzentrationsmangel. Das Slapstick-Tor gegen Nordmazedonien begann mit seinem Fehler, in den Niederlanden hob er das Abseits auf. Als es drauf ankam, war der Frankfurt-Legionär gegen die Ukraine und Italien jedoch voll da.

#5 STEFAN POSCH

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EURO-Einsätze: 0

Das war die Erwartungshaltung: Man sollte nicht vergessen, dass es das Goldtor des Steirers beim 1:0 in Slowenien war, das die Tür zur EURO weit aufgestoßen hat. Damals war fest davon auszugehen, dass der Hoffenheim-Legionär als Innenverteidiger zumindest Nummer drei ins Turnier gehen wird. Zuletzt verpasste Posch jedoch, unter anderem wegen seiner Corona-Erkrankung, diverse Länderspiele. Die jüngsten Eindrücke besagen, dass ihn Philipp Lienhart in der Hackordnung überholt hat. Insofern heißt es, um jede Einsatzminute zu kämpfen. Dies könnte, wie in der Vergangenheit schon bewiesen, auch als defensive Rechtsverteidiger-Variante sein. Wenn er im ÖFB-Team eine Chance bekam, war auf Posch meist Verlass.

Das Feedback: Letztlich kämpfte Posch vergeblich um Einsatzminuten, gegen Nordmazedonien und Holland musste er als einer der drei überzähligen Spieler sogar auf der Tribüne Platz nehmen. Das ist angesichts des Standings, das er zwischendurch schon hatte, enttäuschend. Aber Philipp Lienhart hat ihm als Dreier-Innenverteidiger den Rang abgelaufen, und an Dragovic und Hinteregger gibt es eben kaum ein Vorbeikommen.

#8 DAVID ALABA

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EURO-Einsätze: 4 (2 Assists)

Das war die Erwartungshaltung: Es ist auch international gesehen nicht gerade unüblich, dass man vom ranghöchsten Spieler der Mannschaft am meisten erwartet. David Alaba ist Österreichs erfolgreichster Fußballer aller Zeiten. Ein Transfer vom FC Bayern zu Real Madrid - von diesen Sphären können alle anderen rot-weiß-roten Kicker nur träumen. Zudem ist er im besten Fußballer-Alter. Man darf verlangen, dass der 28-Jährige bei diesem Turnier voran geht und im Idealfall die größer werdende Anzahl seiner ÖFB-Kritiker verstummen lässt. Die Mindestanforderung ist - auf welcher Position auch immer - Leadership. Wenn er seine zuletzt ausbleibenden Scorer-Qualitäten (nur je ein Tor und Assist in sämtlichen Pflichtspielen unter Franco Foda) wiederfindet, wäre es natürlich besonders hilfreich. Ein Star wie er braucht - zumindest - ein starkes Turnier in seiner Vita.

Das Feedback: Dieses starke Turnier hat Alaba nun in seiner Vita. Zumindest prägte kaum ein Spieler den ÖFB-Auftritt derart - und das zumeist positiv. Unglücklich war, dass er in Amsterdam den frühen Elfmeter verursachte, aber ansonsten? Zuerst gelang der Überraschungs-Coup mit dem zukünftigen Real-Legionär im Zentrum der Dreierkette. Gegen die Ukraine und Italien ging es voll auf, Alaba als Linksverteidiger zu nominieren. Der Wiener feierte im Turnier seinen 29. Geburtstag und bewies genau das, was gefordert wurde: Leadership. Dass er auch zwei Assists beisteuerte, ist ein guter Trend in Sachen Scorer-Qualität - eine dritte Vorlage wurde ihm gegen Italien vom VAR genommen.

#15 PHILIPP LIENHART

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EURO-Einsätze: 2

Das war die Erwartungshaltung: Lienhart musste im A-Nationalteam ganz, ganz, ganz viel Geduld beweisen. Sein Debüt feierte der 24-Jährige nämlich bereits im Oktober 2017. Foda schenkte ihm erst in den vergangenen Wochen und Monaten vereinzelt das Vertrauen. Denoch: So nah dran an Einsatzzeit wie aktuell war der Niederösterreicher im Nationalteam noch selten, aktuell scheint er in der Innenverteidigung der erste Backup zu sein. Zudem stimmt die Form, wie er in Freiburg bewiesen hat. Ergibt sich die Gelegenheit, heißt es voll da zu sein.

Das Feedback: Lienhart scheint nicht nur der erste Backup in der Abwehrzentrale zu sein, er ist es auch. Viel Einsatzzeit gab es bei Dragovic und Hinteregger nicht zu erben. Als Dragovic gegen Nordmazedonien zur Pause raus musste, kam der Freiburg-Legionär ins Spiel und machte seine Sache gut. Es folgte noch ein Kurzeinsatz in den Niederlanden. Der 24-Jährige bleibt somit so nah dran wie nie.

#16 CHRISTOPHER TRIMMEL

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EURO-Einsätze: 1

Das war die Erwartungshaltung: Der 34-Jährige erlebt im Karriere-Herbst seinen Nationalteam-Frühling. Im Prinzip ist er der klare Rechtsverteidiger-Backup von Stefan Lainer, doch der Gladbach-Legionär lief zuletzt seiner Form ein wenig hinterher. Trimmel kann auch eine Etappe weiter vorne eingesetzt werden, wo es zuletzt rechts einige Fragezeichen gab. Soll heißen: Es könnte sich schon Einsatzzeit ergeben. Ein Blackout-Pass wie jener gegen die Slowakei kurz vor seiner Auswechslung wäre dann natürlich unerwünscht. Viel mehr ist Trimmels Präzision bei Flanken gefordert - etwa wenn es darum geht, Sasa Kalajdzic einzusetzen. 21 Bundesliga-Assists in zwei Saisonen mit Union sprechen nämlich durchaus für sich.

Das Feedback: Lainer ließ von Beginn an nichts anbrennen, im Gegenteil. Also gab es für den Routinier nichts abzustauben. Gegen Italien stand er in den sechs finalen Minuten auf dem Feld. Der 34-Jährige erfüllte bei diesem Turnier die Rolle des mannschaftsdienlichen Backups.

#21 STEFAN LAINER

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EURO-Einsätze: 4 (1 Tor)

Das war die Erwartungshaltung: Nein, Lainer wirkte zuletzt nicht ganz frisch - nach 45 von 46 möglichen Pflichtspielen für Gladbach in dieser intensiven Saison aber möglicherweise auch kein Wunder. Wichtig wäre, wenn die Verschnaufpause zuletzt ihre Wirkung zeigt. Denn in Normalform führt rechts hinten an Lainer kein Weg vorbei. Mit seiner Wilensstärke und seiner Kampfkraft ist es dem ÖFB-Turbo auch durchaus zuzutrauen, dass er sich ins Turnier reinkämpft und den gewohnten Dauerläufer gibt.

Das Feedback: Ja, und wie er sich reinkämpfte – von Beginn an. Mit dem 1:0 gegen Nordmazedonien eröffnete er das Turnier aus rot-weiß-roter Sicht quasi ideal. Gala-Vorstellung ließ er zwar keine mehr folgen, vor allem in Amsterdam fühlte er sich zurecht rechts liegen gelassen. Aber seine Präsenz auf rechts war dennoch positiv zu spüren.

#26 MARCO FRIEDL

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EURO-Einsätze: 0

Das war die Erwartungshaltung: Die etwas überraschende Nominierung in die Startelf gegen England deutet an, dass der Bremen-Legionär eine Rolle spielen könnte, wenn es darum geht, die linke Seite mit einem defensiver orientierten Spieler zuzumachen. Nachdem er ursprünglich als einer der klareren Reservisten im 26-köpfigen Aufgebot galt, könnte dies ein Weg zu Einsatzzeit sein. Auf seiner besten Position in der Abwehrzentrale muss er sich hinten anstellen. Stand jetzt, ist jeder einzelne Einsatz ein Gewinn für den 23-Jährigen. Kommt er zum Zug, wäre jener Mut, den er in England erst nach der Pause zeigte, von Beginn an wünschenswert.

Das Feedback: Nein, der Bremen-Legionär spielte doch keine Rolle. Der 23-Jährige war in Sachen Einsatzzeit einer der größten Underdogs im Kader und konnte dies auch nicht ablegen. Nur gegen Holland schaffte er es in den Spieltagskader. Da er noch genügend ÖFB-Jahre vor sich hat, war es perspektivisch trotzdem wertvoll, dass er dem Aufgebot angehört hat.


#6 STEFAN ILSANKER

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EURO-Einsätze: 3

Das war die Erwartungshaltung: Die Marke von 50 Länderspielen zu knacken, ohne je wirklich als Stammspieler wahrgenommen worden zu sein, ist durchaus faszinierend. Gleichzeitig sagt es auch einiges aus. Wenn gebraucht, ist "Ilse" sowohl im defensiven Mittelfeld als auch in der Innenverteidigung zur Stelle, und das gerne auch als Joker - eine Verlässlichkeit, die Trainer schätzen. Ruhm und Glanz gehören jedoch zumeist anderen. Mit 32 weiß man, was man vom Salzburger bekommt. Gustostückerl zeigen andere. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass es auch bei der EURO Momente geben wird, in denen seine robuste Herangehensweise gefragt ist.

Das Feedback: Besagte Joker-Rolle wurde es dann auch. Drei Mal spielte Ilsanker, insgesamt jedoch nur 25 Minuten. Aber auch so sammelt man dank seiner Verlässlichkeit Länderspiele.

#9 MARCEL SABITZER

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EURO-Einsätze: 4 (1 Assist)

Das war die Erwartungshaltung: Mit zwei Toren und fünf Assists hatte Sabitzer entscheidenden Anteil an der EM-Qualifikation. Jene Dominanz und Selbstverständlichkeit, mit welcher der Steirer 2019 im ÖFB-Trikot auftrumpfte, wäre auch bei der EURO wünschenswert. Zuzutrauen ist ihm das von der Qualität her allemal. Zudem genießt er von Foda das für ihn so wichtige Vertrauen. Ruft Sabitzer sein Potenzial ab, könnte dies auch bei etwaigen Transfer-Ambitionen hilfreich sein - und er könnte sich in Zukunft die für ihn schon eher lästige Frage ersparen, ob er eigentlich ein ÖFB-Führungsspieler ist.

Das Feedback: Besagte Frage kam auch im Turnier das eine oder andere Mal und Sabitzer reagierte schon recht genervt darauf. Die Frage kann man sich auch langsam sparen, denn der Steirer hat ein starkes Turnier abgeliefert. Vielleicht fehlten zu seinem Mega-Assist gegen Nordmazedonien ein, zwei weitere Wow-Momente, sodass dies auch wirklich allen auffällt. Aber wie dominant und mannschaftsdienlich der 27-Jährige seine mal defensivere, mal eher offensive Rolle im Zentrum erfüllt, verdient Respekt. Kleiner Kritikpunkt: Seine Qualitäten als Scorer sollte er nicht vergessen - so eine Chance wie jene gegen Italien sollte jemand mit seiner Klasse verwerten. Sabitzers Transfer-Ambitionen hat dieses Turnier dennoch geholfen.

#10 FLORIAN GRILLITSCH

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EURO-Einsätze: 3

Das war die Erwartungshaltung: Beim zentralen Mittelfeldspieler scheint vom Stammspieler auf einer der umkämpftesten ÖFB-Positionen bis zum Edelreservisten alles drinnen. Und genau das ist das Problem. Der 25-Jährige verfügt über Anlagen, die auf mehr hoffen lassen, als er dies bisher im ÖFB-Trikot zeigen konnte. Die EURO wäre eine hervorragende Gelegenheit, diese Handbremse zu lösen und endlich konstanter das vorhandene Potenzial abzurufen. Da auch bei Grillitsch auf Vereinsebene ein Tapetenwechsel alles andere als ausgeschlossen scheint, wäre dies zudem ein gutes Bewerbungsschreiben.

Das Feedback: Am Anfang Edelreservist, jetzt Stammspieler. Ganz ehrlich: Wenn Grillitsch seine Auftritte gegen die Ukraine und Italien nicht nutzt, um sich nachhaltig in der Startelf zu etablieren, dann stimmt irgendetwas nicht. Wer seinen Einsatz öffentlich fordert und dann so liefert wie gegen die Ukraine, ist als durchaus kaltschnäuzig zu bezeichnen. Endlich scheint die Handbremse gelöst!

#14 JULIAN BAUMGARTLINGER

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EURO-Einsätze: 1

Das war die Erwartungshaltung: Je länger das Turnier dauert, desto größer ist die Hoffnung, dass der ÖFB-Kapitän auch auf dem Platz seinen gewohnten Beitrag leisten kann. In Normalform ist der Anspruch auf einen Platz in der Startelf logisch. Mangels allzu aussagekräftiger Spielpraxis ist die Beurteilung von Baumgartlingers Form jedoch schwierig. Dennoch: Dass der 33-Jährige nach seiner Kreuzband-Verletzung rechtzeitig fit wurde, kann von entscheidender Bedeutung sein. Das Wort des Salzburgers hat teamintern Gewicht - auch über den Mannschaftskreis hinaus in Richtung der Verantwortungsträger. Dies sollte man nicht unterschätzen. Derzeit lebt er die Mission des mit positiver Grundeinstellung vorangehenden "Non-Playing-Captains". Wie sich seine Rolle auf dem Platz entwickelt, gehört zu den spannenderen Fragen vor der EM.

Das Feedback: Leider entwickelte sich die Rolle auf dem Feld nicht wie erhofft. Nach dem Kurzeinsatz gegen Nordmazedonien bedeutete eine Adduktorenblessur einen neuen Rückschlag. Trotzdem Hut ab vor dem Kampf zurück! Seine Mission als "Non-Playing-Captain" lebte der Leverkusen-Legionär dennoch bestens, wofür er sich Lob von Foda abholte. Noch ist die Spieler-Karriere des 33-Jährigen natürlich nicht vorbei, aber vielleicht sollte man sich im ÖFB überlegen, die Kompetenz Baumgartlingers für die Zeit nach der Karriere zu sichern.

#17 LOUIS SCHAUB

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EURO-Einsätze: 1 (1 Assist)

Das war die Erwartungshaltung: Foda bringt den amtierenden Schweizer Cupsieger gerne und in aller Regelmäßigkeit als Joker. Dass er als solcher etwas bewegen kann, hat Schaub inzwischen schon öfters beweisen. Für einen gelungenen Torabschluss, einen starken Pass oder eine gefährliche Standardsituation ist der Ex-Rapidler immer wieder gut. Genau dies kann man auch bei der EURO von ihm erhoffen. Auf der anderen Seite hat sich der 26-Jährige bislang schwer getan, sich in Richtung Mitglied der Startelf zu entwickeln. Ob ihm dies ausgerechnet bei der EURO gelingt? Wenn ja, hätte er wohl einige sehr gute Leistungen gebracht.

Das Feedback: Foda brachte ihn bei der EM dann doch nicht in aller Regelmäßigkeit als Joker. Aber als er ihn in der Verlängerung gegen Italien doch noch brachte, schrieb der Luzern-Legionär mit der Vorlage zum Kalajdzic-Tor an. 15 Minuten am Feld und ein Assist - keine schlechte Quote. Dass Schaub in den drei Spielen davor keine Chance bekam, für frischen Wind zu sorgen, ist indes als persönliche Enttäuschung zu werten.

#18 ALESSANDRO SCHÖPF

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EURO-Einsätze: 2

Das war die Erwartungshaltung: Das einzige ÖFB-Kadermitglied, das weiß, wie es sich anfühlt, ein EM-Tor zu schießen. Im Prinzip ist es einfach: Schöpf in der Form der EURO 2016 beziehungsweise der Anfangsphase der Foda-Ära wäre einer der größeren Hoffnungsträger für diese EURO. Aufgrund vieler Pleiten, Pech und Pannen ist der Tiroler jedoch im Prinzip seit zweieinhalb Jahren kein Faktor im Nationalteam. Seit Anfang 2019 stehen gerade einmal vier Länderspiele zu Buche. Dies ist seine zweite EM, EM-Quali-Spiel hat er noch kein einziges bestritten. Auch die bittere Saison mit Schalke schürt keine Hoffnungen. Letztlich kann der 27-Jährige bei diesem Turnier also fast nur überraschen - und genau darin liegt sein Auftrag. Vor fünf Jahren war er der Shootingstar, diesmal gilt es, sich aus der Joker-Rolle heraus Einsatz für Einsatz zu erarbeiten.

Das Feedback: Die Chance kam erst, als sich Christoph Baumgartner gegen die Ukraine eine Kopfverletzung zuzog. Schöpf ersetzte ihn, erfüllte seine Aufgabe brav und bekam gegen Italien die nächste Joker-Gelegenheit. Der Tiroler ist nicht in jener Form, die er schon an den Tag legte, deutete aber dennoch an, warum es sich für so manchen Verein lohnen könnte, seinen Status als vereinloser Spieler zu beenden.

#19 CHRISTOPH BAUMGARTNER

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EURO-Einsätze: 4 (1 Tor)

Das war die Erwartungshaltung: Der 21-Jährige möge seine erfrischende Unbekümmertheit nicht nur bewahren, sondern auch auf dem Platz zur Schau stellen. Zudem möge er jene Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor, die ihn in seinen ersten Länderspielen ausgezeichnet hat, bei der EURO abrufen. Gelingt dies, könnte der Niederösterreicher einer der Unterschiedspieler aus österreichischer Sicht sein. Alle Anlagen, das kommende ÖFB-Jahrzehnt entscheidend mitzuprägen, hat er ohnehin. Schön, dass er bereits in der noch eher frühen Phase der Profi-Karriere Turniererfahrung sammeln darf.

Das Feedback: Die erfrischend unbekümmerte Art blieb und gegen die Ukraine zeigte er auch besagte Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor. Nein, der Start ins Turnier verlief nicht nach seinem Geschmack, aber der letzte Eindruck ist ein hervorragender. In die K.o.-Phase schießt man Österreich eben auch nicht alle Tage. Gelingt es Baumgartner, sein Können noch konstanter abzurufen, wird dies in den kommenden Jahren ein ganz besonderer Nationalteam-Spieler. Wirklich praktisch aus ÖFB-Sicht ist auch die Eloquenz des Niederösterreichers - mit seiner Mischung aus Selbstbewusstsein und guter Laune trifft er schnell einmal den richtigen Ton, streut auch gute Sprüche ein. Bei diesem Turnier stieg er in die Riege der Chef-Kommunikatoren im Team auf, wenn man sieht, wie oft er vor allem mit Fortdauer des Turniers den Medientermin bestritt. Auch die richtige Außendarstellung ist ein nicht zu unterschätzender Faktor bei einer EM.

#22 VALENTINO LAZARO

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EURO-Einsätze: 1

Das war die Erwartungshaltung: Am Weg zur EM war Lazaro zurecht Stammspieler, seit der Corona-Zwangspause findet er im Nationalteam jedoch - zumeist verletzungsbedingt - kaum statt. Ganze drei Mal konnte er seither mitwirken, dabei aber keine Akzente setzen. Und genau selbige sind es, die man von einem Akteur seines Potenzials nicht nur verlangen kann, sondern muss. Drei Tore und ein Assist in 31 Länderspielen sind für einen Spieler, der gut genug für einen Vertrag bei Inter Mailand ist, keine Ausbeute zum Angeben. Einen EM-Song an den Start zu bringen, ist eh lieb, aber bei dieser EURO muss man von Lazaro verlangen, dass er auf dem Platz konstant zeigt, was er kann - nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Das Feedback: Autsch! Im wahrsten Sinn des Wortes. Ein Kurzeinsatz gegen die Niederlande, dann mit einer Muskelverletzung auf der Tribüne. Zweiteres ist Pech und entsprechend bedauerlich. Ersteres ist viel zu wenig für die Ansprüche des Steirers. Von einem Platz in der Startelf schien er recht weit entfernt - gegen Nordmazedonien wurde er nicht einnal eingewechselt. 2016 bei der EM gar nicht dabei, diesmal wieder ein Reinfall. Lazaro muss sich im Herbst zu gesteigerter ÖFB-Relevanz zurückkämpfen, denn sein Tempo und seine Dynamik wären am Flügel mitunter nützlich.

#23 XAVER SCHLAGER

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EURO-Einsätze: 4

Das war die Erwartungshaltung: Schlager ist eines der Aushängeschilder jener nachrückenden Generation, welche die Kaderbreite auf ein neues Level gehoben hat. Der 23-Jährige bringt im zentralen Mittelfeld eine gute Mischung aus Kampfkraft und spielerischer Stärke mit. Seine Spielweise sollte auch bei einem Großereignis wie diesem gut zur Geltung kommen. Dies ist auch die Anforderung. Man stelle sich jetzt noch vor, was für ein Spieler Schlager sein könnte, wenn er im Torabschluss gefährlicher als bisher wäre - nur so als Wunsch...

Das Feedback: Dass Österreich in der internationalen Presse spätestens nach dem Italien-Spiel als Team voller dauerlaufender Terminatoren wahrgenommen wurde, liegt sicher zu einem guten Teil auch an Schlager. Der Mentalitäts-Kicker ist wie geschaffen für ein Turnier. Wobei bei allem Einsatz auch nicht alles gelang. Wenn er seine famosen Qualitäten bei der Balleroberung noch mit etwas mehr Konstanz im Spiel nach vorne veredeln würde, wäre dies fein. Das Spiel nach vorne klappte auch bei diesem Großereignis nicht immer nach Wunsch.

#24 KONRAD LAIMER

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EURO-Einsätze: 4 (1 Assist)

Das war die Erwartungshaltung: Als der Leipzig-Legionär nach dem Horror-Start in die EM-Quali sein Debüt feierte, lief es plötzlich. Von seinen fünf Assists (plus ein Tor) am Weg zu dieser EURO kann so mancher offensiv ausgerichtete Mitspieler nur träumen. Während seiner langen Verletzungspause sah das ÖFB-Spiel nicht nur ziemlich behäbig aus, sondern war es auch. Die Dynamik des Leipzig-Legionärs wird von dieser Mannschaft dringend benötigt. Wie sehr Laimer nach einer derart langen Zwangspause im Rhythmus sein kann, ist eine berechtigte Frage. Aber wenn der 24-Jährige den Rost abschütteln kann und halbwegs konstant in Normalform agiert, wäre dies bereits eine Hilfe.

Das Feedback: Hat Laimer wirklich den Großteil der Saison versäumt? Angesichts der Wege, die er bei der EURO ging, würde man dies nicht vermuten. Der Salzburger betreibt einen irrsinnigen Aufwand und - vielleicht etwas übertrieben formuliert - alleine seine Präsenz lässt das ÖFB-Spiel weniger schläfrig wirken als noch im vergangenen Herbst. Rutschte mit dem Switch auf ein 4-2-3-1 aus dem Mittelfeld-Zentrum weiter nach rechts. Im Spiel nach vorne geht es konkreter, als es der Leipzig-Legionär bei diesem Turnier zeigte. Dennoch tut seine Anwesenheit dem Nationalteam fraglos extrem gut.


#7 MARKO ARNAUTOVIC

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EURO-Einsätze: 3 (1 Tor)

Das war die Erwartungshaltung: Die Erwartungshaltung? Wie immer: Tore, Tore, Tore. Assists, Assists, Assists. Dies erwartet der 32-Jährige selbst von sich. Und derart konstant über einen langen Zeitraum lieferte im ÖFB-Trikot in den vergangenen Jahren nun mal auch keiner so verlässlich wie Arnautovic. Wie sehr er fehlt, war dem ÖFB-Spiel in seiner Abwesenheit nach der Corona-Zwangspause anzusehen. Seit bald 13 Jahren bereichert der Goalgetter das Nationalteam. Es wäre ihm und diversen anderen Routiniers zu wünschen, wenn ihre Aufbauarbeit endlich einmal mit einem gelungenen Turnier belohnt wird.

Das Feedback: Was soll man zu diesem Turnier von Arnautovic sagen? Alleine seine vergangenen Wochen würden zu einem Buch reichen. Tor-Jubel, Frust über Sperre, Startelf-Comeback und VAR-Opfer. Nein, zwischen all den Gustostückerl am Feld und in verbaler Hinsicht (gerne auch auf Italienisch) gab es auch Misstöne. Dass der 32-Jährige als Rassist gebrandmarkt wurde, war entbehrlich. Am Platz verausgabte er sich bedingungslos, wenngleich - vor allem im Torabschluss - nicht alles klappte. Unterm Strich lautet die Erkenntnis wohl, dass das ÖFB-Team Arnautovic nach wie vor recht dringend braucht. Mit all seinen Facetten.

#11 MICHAEL GREGORITSCH

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EURO-Einsätze: 3 (1 Tor)

Das war die Erwartungshaltung: Was für eine Saison zum Vergessen! Dies macht die Erwartungshaltung jedoch auch relativ einfach, schließlich kann es kaum schlechter laufen. Der Steirer muss der Erste sein, der seine vergangenen Monate in Augsburg vergisst, sich seiner eigentlichen Stärken besinnt und - sofern die Gelegenheit da ist - sie bei der EURO auch zeigt. Bei Stürmern kann es bekanntlich schnell gehen, dass solch eine Gelegenheit kommt, und dann gilt es alle Kritiker, die seine Nominierung nicht verstehen wollten, Lügen zu strafen. Tore heilen bei Stürmern viele Wunden. In England hat der 27-Jährige zumindest schon mal angeklopft, bei der EM müsste so einer natürlich rein.

Das Feedback: Die Gelegenheit kam bereits beim ersten Match und Gregoritsch strafte seine Kritiker tatsächlich Lügen. Mit dem Tor zur 2:1-Führung gegen Nordmazedonien samt emotionalem Interview danach sorgte der Steirer für einen der Momente, die von dieser EURO sicher bleiben werden. Beim Startelf-Einsatz gegen die Niederlande kam er weniger zur Geltung, gegen Italien klopfte er als Joker an. Alles in allem bleibt, dass der 27-Jährige nachgewiesen hat, dass er zurecht dem Nationalteam angehört. Jetzt wäre es wünschenswert, wenn es auch auf Vereinsebene wieder aufwärts gehen würde.

#20 KARIM ONISIWO

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EURO-Einsätze: 1

Das war die Erwartungshaltung: Der 29-Jährige hat ein gutes Frühjahr bei Mainz gespielt, im Nationalteam jedoch über all die Jahre noch keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Es gibt schlechtere Gelegenheiten, damit anzufangen als eine EURO. Da die Erwartungshaltung von außen an ihn tendenziell nicht allzu hoch ist, kann er ohnehin nur überraschen. Es gibt schlechtere Ausgangspositionen.

Das Feedback: Fast hätte Onisiwo tatsächlich damit angefangen, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen! Gegen die Niederlande kam der Mainz-Legionär spät ins Spiel, fand trotzdem die beste ÖFB-Chance vor, vergab allerdings. Es sind solche Momete, die ÖFB-Karrieren verändern können. So blieb es letztlich bei den sechs Minuten von Amsterdam. Bei zwei Spielen saß er auf der Tribüne, gegen die Ukraine auf der Bank. Das ist keine berauschende Ausbeute.

#25 SASA KALAJDZIC

Foto: © GEPA

EURO-Einsätze: 4 (1 Tor)

Das war die Erwartungshaltung: Nur nicht zu sehr unter Druck setzen lassen! Es droht gerade auf Nationalteam-Niveau eine kritische Phase, wenn es bei Shootingstars plötzlich nicht so läuft und man zu grübeln beginnt. Das Auftreten von Kalajdzic auf und abseits des Platzes ist von der nötigen Portion Leichtigkeit geprägt. Wünschenswert wäre, wenn es dem 23-Jährigen gelingt, selbige während des Turniers zu bewahren - und zwar egal in welcher Rolle. Auch ein funktionierender Zweier-Stürmer hinter Arnautovic wäre extrem wichtig.

Das Feedback: Gegen Nordmazedonien begann der Stuttgart-Legionär, getroffen haben allerdings erst die beiden Joker-Stürmer Gregoritsch und Arnautovic. Dies beförderte wiederum Kalajdzic auf die Bank, der jedoch gegen Italien doch noch unter Beweis stellen konnte, wie torgefählich er ist und somit auch die unglaubliche Torsperre der Squadra Azzurra durchbrach. Bei der EM ist der ganz große Durchbruch ausgeblieben, aber der 23-Jährige bleibt der Einser-Kandidat auf das Erbe von Arnautovic im ÖFB-Angriff. Seine Anlagen in Zukunft nicht sinnstiftend einzubinden, wäre ein ziemliches Versäumnis.

TEAMCHEF FRANCO FODA:

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Das war die Erwartungshaltung: Ganz einfach, oder? Geilen Fußball spielen lassen und gleichzeitig für ein hervorragendes Mannschaftsklima sorgen. Dass der ÖFB-Teamchef mit dem Rücken zur Wand steht, ist Fakt. Man bräuchte sehr viel Fantasie für ein Szenario, in welchem der Deutsche nach einem etwaigen Aus in der Gruppenphase im Herbst noch ÖFB-Chefcoach ist. Andererseits ist seine Ausgangsposition in persönlicher Hinsicht alles andere als hoffnungslos. Wer so stark in der Kritik steht, kann fast nur mehr positiv überraschen. Wer einen so breit aufgestellten Kader zur Verfügung hat, darf selbstverständlich auf ein Weiterkommen hoffen. Und bei einem Turnier honoriert das Fußball-Volk das positive Ergebnis auch im Falle eines öden Ballgeschiebes möglicherweise eine Spur mehr als im Nationalteam-Alltag. Und wenn dann noch ein bisschen mehr Fußball fürs Auge geboten würde...

Das Feedback: Unterm Strich hat Foda geliefert. Das Mannschaftsklima war tatsächlich hervorragend und beginnend mit dem Ukraine-Spiel hat der Deutsche auch geilen Fußball spielen lassen. Damit ging der 55-Jährige einen Schritt auf seine Kritiker und wohl auch auf viele seiner Spieler zu, die diese Herangehensweise mal mehr, mal weniger offensichtlich fordern. Diese Herangehensweise stand wiederum dem Teamchef gut zu Gesicht. Genau wie jene des variablen Trainers, der immer wieder für eine Überraschung gut ist - vor allem mit der Alaba-Dreierketten-Variante beim Auftakt hat wirklich niemand gerechnet. Nimmt man die blass gecoachte Darbietung gegen die Niederlande aus, war es ein gutes Turnier von Foda. Die Aufgabe wird nun sein, die positiven Aspekte bei der EM in den Herbst zu transportieren. Die Rückendeckung für den Teamchef ist in den vergangenen Wochen jedoch fraglos größer geworden, was auch seine Arbeit erleichtern sollte.

VIDEO - So hat die EURO Foda verändert:


Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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