Wegen sexueller Aggression: 8,5 Jahre Haft für spanischen Stürmer
Der Sevilla-Stürmer beteuert seine Unschuld. In der abgelaufenen Saison spielte er bei Elche mit ÖFB-Verteidiger Affengruber.
Der spanische Fußballprofi Rafa Mir ist wegen des Vorwurfs der sexuellen Aggression gegen eine junge Frau zu achteinhalb Jahren Gefängnis und Schadenersatz in Höhe von 64.000 Euro verurteilt worden.
Der 28-jährige Sevilla-Stürmer, der in der abgelaufenen Saison als Leihspieler bei Elche mit ÖFB-Teamspieler David Affengruber zusammengespielt hatte, hatte schon im September 2024 zwei Nächte hinter Gittern verbringen müssen, nachdem ihn eine 23-Jährige angezeigt hatte.
Damals kam er unter Auflagen auf freien Fuß. Mir beteuert seine Unschuld. Die sexuellen Handlungen seien einvernehmlich erfolgt, betonten er und sein Anwalt. "Ich bin mit der Entscheidung nicht einverstanden, und wir werden in den kommenden Tagen Berufung einlegen. Ich habe weiterhin Vertrauen in das Justizsystem", teilte Mir nach dem Urteil auf Instagram mit.
Auch zweiter Fußballer verurteilt
Der in demselben Strafverfahren angeklagte Fußballer Pablo Jara wurde ebenfalls wegen sexueller Aggression gegen eine zweite Frau zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.
Die 23-Jährige hatte bei der Anzeige angegeben und im Prozess wiederholt, sie sei am 1. September 2024 in der Villa Mirs in Valencia von dem Sportler vergewaltigt worden. Aus den Gerichtsakten geht hervor, dass die 23-Jährige angab, sie habe sich unter Tränen gegen Mir gewehrt.
Jara wurde vorgeworfen, eine Freundin der 23-Jährigen bedrängt und schließlich halbnackt aus der Villa geworfen zu haben.
Spielte auch im Nationalteam
Mir nahm mit dem spanischen Nationalteam 2021 an den Olympischen Spielen in Tokio teil. Spanien kam damals ins Endspiel, musste sich aber nach einem 1:2 gegen Brasilien nach Verlängerung mit der Silbermedaille zufriedengeben.
Mir erzielte damals in sechs Begegnungen drei Tore, alle im Duell gegen die Elfenbeinküste.