Torjubel gegen Barca: Suarez verhöhnt Koeman

Torjubel gegen Barca: Suarez verhöhnt Koeman Foto: © getty
 

Die bittere 0:2-Pleite im Schlager bei Meister Atletico Madrid (Spielbericht >>>) war der nächste Nackenschlag für den FC Barcelona.

Die Katalanen taumeln weiterhin durch La Liga, die Tage von Trainer Ronald Koeman scheinen längst gezählt, auch wenn Präsident Joan Laporta seinem Cheftrainer noch vor dem Spiel den Rücken stärkte und meinte: "Koeman wird bleiben." (Hier geht's zur Story >>>).

Die Schlinge um den Hals des Holländers zieht sich immer enger zu, die Spieler waren auf dem Platz nicht nur in allen Belangen unterlegen, sondern geben sich auch ratlos. Abwehrchef Gerard Pique, der nach den Gegentoren wild mit Sergio Busquets diskutierte, meinte sogar: "Wir hätten noch drei Stunden spielen können und hätten kein Tor erzielt."

Einer kann über die Probleme des FC Barcelona nur lachen: Luis Suarez. Der Ex-Barca-Stürmer entschied die Partie mit dem 2:0 für Atletico, hielt sich beim Jubeln im ersten Moment zurück. "Ich mag Barca und kenne so viele Leute im Klub sehr gut. Daher habe ich mich für das Tor entschuldigt."

Atleticos 34-jähriger Torgarant, der angeblich zu alt für Barcelona war, richtete dann aber scheinbar eine Geste in Richtung Koeman und verhöhnte den Noch-Barcelona-Trainer, in dem er so tat, als ob er einen Telefonanruf entgegen nehmen würde. Hintergrund ist jener, dass ihn der niederländische Coach im September 2020 nur telefonisch von seinem Aus bei den Blaugrana unterrichtete und ihn nach sechs Jahren im Klub eiskalt abservierte.

"Meine Telefonnummer hat sich nicht verändert"

Für ein Schmunzeln sorgte auch das Interview des 34-Jährigen aus Uruguay nach dem Spiel: "Ich wollte allen Leuten sagen, dass sich meine Telefonnummer nicht verändert hat und sie mich immer noch auf meinem Handy erreichen können." Und Koemans Reaktion sprach Bände, als er beim Suarez-Tor die Hände vor dem Gesicht zusammenschlug (siehe VIDEO):

Schon vor einiger Zeit legte der Südamerikaner offen, dass ihn Koeman angeblich mit folgenden Worten abschoss. "Koeman rief mich an und sagte mir, dass er nicht auf mich zählen würde. Ich habe die Entscheidung akzeptiert, aber ich habe ihm gesagt, dass ich einen Vertrag habe und dass es Sache des Vereins ist, das zu regeln."

Suarez hat Barcelona seither nicht nur mit dem 2:0 im direkten Duell sondern mit Atleticos Meistertitel in der Vorsaison mit 21 Toren und fünf Pflichtspieltreffern in der aktuellen Spielzeit die Rechnung präsentiert.

Ist Koemans Zeit bereits abgelaufen?

Die finanziellen Schwierigkeiten des FC Barcelona haben ihr Übriges dazu beigetragen, dass der Traditionsverein derzeit keinen Fuß mehr auf den Boden bekommt.

Der 58-jährige Chefcoach klammert sich aber gegenüber "Movistar" noch an den letzten Strohhalm: "Ich bin traurig über das Ergebnis, ich denke, wir waren in Teilen des Spiels gut. Wir haben vor allem beim ersten Tor versagt. Wir haben nicht viel kreiert, aber man muss erkennen, dass es schwierig ist, gegen Atletico etwas zu kreieren, wenn sie mit vielen Leuten verteidigen."

Es dürfte allerdings nicht nur an Atleticos Abwehrbollwerk liegen, schließlich stellte Barca kürzlich den unrühmlichen Klubrekord auf, als man in der Champions League sowohl gegen Bayern als auch gegen Benfica keinen einzigen Torschuss abgab.

Gespräche mit Präsident Laporta über "Dinge über die Mannschaft, den Moment des Vereins und vieles mehr" seien zuletzt "sehr gut" verlaufen. Eine Aussage überrascht dann aber doch: "Zumindest in dieser Hinsicht besteht Klarheit."

Ob das die Verantwortlichen auch so sehen, werden die kommenden Tage zeigen.


Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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