FIFA reguliert ausufernde Leihgeschäfte

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Die FIFA hat nach "Sportbild"-Informationen seine Task-Force beauftragt, einen Plan zur Einschränkung von Leihgeschäften zu erarbeiten.

Demnach soll ein Klub maximal acht Spieler pro Saison verleihen dürfen. Jungspieler unter 21 Jahren dürfen weiterhin, insofern sie bei ihrem Ausbildungsverein unter Vertrag stehen, uneingeschränkt andernorts Matchpraxis sammeln.

Auslöser für diese Regulierung sind ausufernde Leihgeschäfte, wie sie in der italienischen Liga üblich sind, oder auch die berühmt gewordene "Loan Army" (Leih-Armee) des FC Chelsea.

Das große Problem: Oft geht es nicht darum, Talente zu entwickeln, sondern Profit zu erwirtschaften. Während die aufnehmenden Klubs einen Teil, oder gar das gesamte Gehalt des Spielers tragen, zudem noch eine Leihgebühr zahlen, steigt potenziell der Wert des Kickers, der nach Leihende vom Stammklub gewinnbringend weiterveräußert werden kann.

Kooperationen einschränken

Zudem soll mit der Regulierung verhindert werden, dass kleinere Vereine zu Farmteams für große Klubs werden. Chelsea hat aktuell 40 Spieler bei anderen Vereinen geparkt. Allein an den niederländischen Erstligisten Vitesse Arnheim haben die Londoner in den letzten zehn Jahren 28 Spieler verliehen.

Bei Klubs die dem gleichen Besitzer gehören spitzt sich das Leihmodell zu. Beispielsweise sind Manchester City und der FC Girona im Besitz von Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan. Die Spanier haben momentan fünf "Citizens" im Kader.

Dem AS Monaco gehört seit 2015 der belgische Erstliga-Aufsteiger Cercle Brügge, der aktuell neun Monegassen im Team hat.

Ein zweites Parma verhindern

Die Reform wird aber nicht nur die Top-Teams zum Umdenken zwingen, auch unterklassige italienische Vereine, die abhängig von Leihspielern aus der Serie A sind, werden ihre Kaderplanung verändern müssen.

Vor allem Fälle, wie die des kroatischen Keepers Matej Delac, den Chelsea in acht Jahren zehn Mal verlieh, um ihn letztendlich ablösefrei nach Dänemark abzugeben, sollen unterbunden werden.

Auch eine Wiederholung des Niedergangs des FC Parma, dessen Geschäftsmodell auf Spielerleihen basierte, hätte mit entsprechenden Regeln verhindert werden können. Die Italiener verliehen zum Teil zeitgleich weit über 100 Spieler.


Textquelle: © LAOLA1.at

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