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Kurz vorm Titel: Slavia-Fans sorgen mit Platzsturm für Abbruch

Slavia Prag, mit ÖFB-Legionär Cham, ist beim Stand von 3:2 gegen Sparta nur Minuten vom Meistertitel entfernt, als die eigenen Fans den Platz stürmen.

Kurz vorm Titel: Slavia-Fans sorgen mit Platzsturm für Abbruch Foto: © GETTY

Irre Szenen in der tschechischen Chance Liga.

Drei Runden vor dem Meisterschaftsende steht Slavia Prag ausgerechnet im Derby gegen Sparta kurz davor, den zweiten Meistertitel in Folge zu gewinnen.

40 Minuten liegt Slavia schon vorne, spielt nach zwei glattroten Karten in doppelter Unterzahl. Als nur noch sechs Minuten fehlen, ehe der Titel fixiert ist, passiert der Platzsturm: Tausende Slavia-Fans stürmen den Rasen, die Partie wird zügig unterbrochen.

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Was klar auf den unterschiedlichen Videos im Internet zu sehen ist: Die Slavia-Fans schmeißen Feuerwerkskörper in den Fanblock der Sparta-Anhänger. Außerdem teilt der Verband mit, dass Spieler, Mitglieder der Trainerstäbe und andere am Spiel beteiligte Personen angegriffen worden sind.

Jaroslav Tvrdik, Vorstandsvorsitzender von Slavia, verurteilt in einem Statement auf "X" die Geschehnisse: "Die Angriffe auf die gegnerischen Spieler haben jedes Maß überschritten, und wir entschuldigen uns bei AC Sparta Prag."

"Wir werden uns jedoch nicht nur entschuldigen und schämen. Wir werden die Strafe der Disziplinarorgane demütig hinnehmen. Wir werden bei den Ermittlungen voll und ganz kooperieren und alles tun, damit die Schuldigen nie wieder einen Fuß in das Eden-Stadion setzen. Die Schuld liegt auch bei uns, im Verein. Wer sich nicht nach den Werten verhalten will, für die Slavia steht, hat im Verein oder auf den Tribünen nichts zu suchen. Wir werden Maßnahmen ergreifen, damit sich der heutige Abend nie wiederholt."

Die Disziplinarkommission des Verbandes entscheidet am Sonntagvormittag über ein Urteil, heißt es vom tschechischen Verband (LFA).

Der LFA spricht von einem "völlig inakzeptablen Vorfall": "Weder eine emotional aufgeladene Atmosphäre noch sportliche Rivalität können jemals als Entschuldigung für ein solches Verhalten dienen."

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