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CR7 streikt: Warum Ronaldo mit der eigenen Liga streitet

Der Portugiese steht zwei Spiele am Stück nicht im Kader von Al-Nassr, ist weder verletzt noch gesperrt. Nun gibt auch die Saudi-League ein Statement dazu ab. Was dahinter steckt:

CR7 streikt: Warum Ronaldo mit der eigenen Liga streitet Foto: © GETTY

Was ist denn nur bei Cristiano Ronaldo los?

Vom Superstar fehlte beim letzten Ligaspiel seines Klubs Al-Nassr jede Spur.

Laut diversen Medienberichten wird er auch beim kommenden Match gegen Al-Ittihad nicht mitwirken.

Das Fernbleiben des Routiniers hängt aber weder mit einer Verletzung noch einer Sperre zusammen. Stattdessen soll der seit dem heutigen Donnerstag 41-Jährige streiken, berichtet u.a. "A Bola".

Gegen den Public Investment Fund

Ronaldos Frustration habe erst einmal Al-Nassr gegolten, weil der Klub im Winter am Transfermarkt kaum aktiv war - ganz im Gegensatz zur Konkurrenz.

Die drei anderen "Top-Klubs" der Liga investierten Geld im Winter. Al Ahli gab 10 Millionen Euro aus, Al-Hilal 70 Mio. und Al-Ittihad 45 Mio. Besonders der Wechsel von Karim Benzema von Al-Ittihad zu Al-Hilal soll Ronaldo empört haben.

Im Übrigen gehört jeder dieser Klubs mehrheitlich dem saudi-arabischen Staatsfonds PIF. Und genau deshalb soll CR7, wie "CBS Sports" berichtet, verärgert über die Entscheidungen des Public Investment Fund sein.

Wechselgedanken: Ronaldo fühle sich verraten

Ronaldo soll der Ansicht sein, dass sein Klub auf dem Transfermarkt nicht fair behandelt wurde.

Die Unzufriedenheit des Superstars wächst wohl auch deshalb, weil er im dritten Jahr in Folge mit seinem Team titellos bleiben könnte. In der Liga liegt Al-Nassr nur auf Rang drei, wobei der Abstand (vier Punkte) auf den Spitzenreiter gering ist.

Laut "CBS" fühle er sich nun sogar verraten von Verein sowie dem PIF und überlege, die Liga zu verlassen.

Ronaldos Unzufriedenheit mit dem Fonds ist zumindest in diesem Zusammenhang unbegründet. Wie CBS berichtet, habe weder die Liga noch der PIF den Benzema-Deal zu Al-Hilal finanziert - sondern Prinz Alwaleed bin Talal.

Die Liga reagiert mit einem Statement

Wie groß der Einfluss der Portugiesen ist, zeigt nun eine Mitteilung der Saudi Pro League.

Einleitend unterstreicht die Liga Ronaldos Wichtigkeit, betont allerdings: "Kein Einzelner - egal wie wichtig er auch sein mag - trifft Entscheidungen, die über seinen eigenen Verein hinausgehen."

Darüber hinaus stellt die Saudi Pro League klar, dass jeder Klub unabhängig voneinander operiere - unter denselben Regeln: "Die kürzlichen Transfer-Aktivitäten haben das deutlich gemacht."

Neue Regeln des Sportministeriums aus dem Jahr 2025 sollen tatsächlich dafür sorgen, dass die Liga zu einem sparsameren und finanziell nachhaltigeren Modell übergegangen ist.

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