Milans Hoffnungsschimmer verpufft
Die schwarz-blauen Feierlichkeiten im altehrwürdigen San Siro werden durch ein frühes Tor angestimmt. Abwehrspieler Acerbi köpft vollkommen freistehend eine verlängerte Eckball-Flanke in die Maschen (18.) und darf zum Jubel in die Kurve abdrehen.
Milan agiert unterdessen bemüht, jedoch ohne wirkliche Idee im finalen Drittel. Top-Star Leao, an diesem Abend unüblicherweise als Mittelstürmer eingesetzt, ist oftmals auf sich alleine gestellt und vergibt eine Top-Chance auf den Ausgleich (29.). Thuram, dessen Pendant aufseiten Inters, lässt indes die große Möglichkeit auf das 2:0 liegen (38.).
Doch der Franzose bleibt beharrlich und kann kurz nach dem Seitenwechsel die nächste Tor-Ekstase herbeiführen (49.) und auf 2:0 stellen. Die "Rossoneri" geben sich ihrerseits nicht auf und finden durch einen Kopfballtreffer von Tomori zurück in die Partie (80.). Anschließend bleibt das Team von Stefano Pioli zu harmlos, um die Aufholjagd perfekt zu machen.
Emotionen kochen über
In der Nachspielzeit kochen derweil die Emotionen hoch, Hernandez und Dumfries geraten in einem Tumult aneinander und werden folgerichtig per Roter Karte vom Platz gestellt (90.+4). Auch Calabria wird nach einem Ellbogencheck frühzeitig zum Duschen geschickt (90.+7).
Milan liegt trotz der bitteren Heim-Pleite noch fünf Punkte vor Juventus Turin auf Platz zwei. Eine Teilnahme an der Champions League ist den "Rossoneri" somit so gut wie sicher.