Geld spielt bei Eigentümer Qatar Sports Investments (QSI), einer vom Staat Katar finanzierten Gesellschaft, scheinbar keine Rolle. Auf eine Frage, wie der Coup mit dem Financial Fairplay der UEFA einhergehe, winkte Al-Khelaifi ab. "Wir schauen auf das Financial Fairplay. Alles wird innerhalb des Regulativs bleiben." In Spanien regte sich indes Unmut. "Die Art und Weise, in der (UEFA-Präsident) Ceferin die Richtlinien des finanziellen 'Fairplay' außer Acht lässt und es verschiedenen staatlichen Klubs oder solchen mit 'Petromillionären' im Rücken erlaubt, dieses Thema völlig zu ignorieren, ist beschämend", schrieb die Sportzeitung "AS" am Dienstag.
PSG will sparen
PSG soll jedoch nun immerhin gewillt sein, zu sparen. So habe der Klub die Nationale Kontroll- und Managementabteilung (DNCG) der französischen Liga laut Medienberichten davon in Kenntnis gesetzt, Gehälter abzubauen. Zehn Spieler soll der Klub gewillt sein, abzugeben. Darunter auch den argentinischen Angreifer Mauro Icardi, den PSG erst im Vorjahr um mehr als 50 Mio. Euro verpflichtet hatte.
Auf der Ausgabenseite hat Frankreichs Vizemeister - Lille gelang vergangene Saison eine Überraschung - im Sommer für Ablösen verhältnismäßig nicht so viel ausgegeben. Für Rechtsverteidiger Achraf Hakimi überwies Paris 60 Mio. Euro an Real Madrid, für Mittelfeldmann Danilo Pereira 16 Mio. an den FC Porto. Das Duo Neymar (222 Mio.) und Mbappe (145 Mio.) kostete dem Klub vor wenigen Jahren noch Ablösesummen von insgesamt über 360 Millionen Euro. Die Millionen liegen nun in den Gehältern begraben. Sergio Ramos (davor Real), Georginio Wijnaldum (Liverpool), Torhüter Gianluigi Donnarumma (Milan) und Messi kamen ablösefrei. Ramos soll laut Medienberichten 15 Mio. im Jahr erhalten, Donnarumma 10.
Mit nun auch Messi in der Mannschaft stellen sich einige Beobachter auch die Frage, inwiefern so viele Stars in einer Auswahl für das Teamgefüge günstig sind. Die Trainer Unai Emery und Thomas Tuchel scheiterte daran, die Interessen in ihr Korsett zu zwängen. Mauricio Pochettino soll dies gelingen. Einer seiner Pluspunkte: Als Argentinier sollte er mit den vielen Südamerikanern im Kader klarkommen. Das große Ziel soll verbinden.
Für Messi ist PSG die letzte Chance, die Champions League zum insgesamt fünften Mal zu gewinnen. Die Fans der Pariser feierten dieser Tage bereits, als wär es schon gelungen.