Drei Verteidiger-Tore: Arsenal gewinnt London-Derby
Zwei Arsenal-Abwehrspieler treffen ins gegnerische Tor, einer ins eigene. Damit hält die Arteta-Elf den Vorsprung auf ManCity.
Der FC Arsenal behält im London-Derby die Nerven.
Nachdem Manchester City mit einem Sieg am Samstag vorgelegt hat, gewinnen auch die "Gunners" am 28. Spieltag der Premier League. Im London-Derby setzt man sich mit 2:1 gegen den FC Chelsea durch. Alle drei Tore erzielen Arsenal-Verteidiger.
Obwohl Roseniors Truppe mit insgesamt 58 Prozent Ballbesitz das Spielgeschehen über weite Strecken kontrolliert, zeigt sich Arsenal vor dem Tor effizienter.
Standard-Tor zur Führung
Die Anfangsphase ist von taktischem Abtasten geprägt, bis die Hausherren eine Standardsituation nutzen - was auch sonst.
Nach einer Ecke köpft William Saliba zur 1:0-Führung ein (21.). Das Spiel verläuft im Anschluss kämpferisch, was unter anderem zu einer Verletzungsunterbrechung bei Cole Palmer führt.
Kurz vor dem Pausenpfiff belohnen sich die Gäste für ihren Aufwand, allerdings unter gütiger Mithilfe der Arsenal-Abwehr: Nach einem Eckball lenkt Piero Hincapie den Ball unglücklich ins eigene Netz (45.+2). Eine hektische Schlussphase der ersten Halbzeit gipfelt in einem VAR-Check wegen eines möglichen Elfmeters für Chelsea, der jedoch nicht gegeben wird.
Auch Timber köpft ein
Auch nach dem Seitenwechsel bleibt die Partie im Norden Londons hochspannend. Beide Teams suchen den Weg nach vorne, wobei sowohl Arsenals David Raya als auch Chelseas Robert Sanchez bei Schüssen von Gabriel Magalhaes und Enzo Fernandez ihr Können unter Beweis stellen.
Nach einer weiteren VAR-Überprüfung, die erneut keinen Strafstoß für Chelsea ergibt, schlägt Artetas Elf wieder zu: Nach Vorarbeit von Declan Rice ist es Jurrien Timber, der per Kopf das 2:1 erzielt (66.).
Neto fliegt kurz nach dem Anschluss
Nur wenige Minuten später schwächt sich Roseniors Truppe selbst, als Pedro Neto nach wiederholtem Foulspiel mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen wird (70.).
Trotz Unterzahl gibt sich Chelsea nicht geschlagen und drängt auf den Ausgleich, erarbeitet sich insgesamt zehn Eckbälle, kann diese aber nicht in weitere Tore ummünzen.
In der sechsten Minute der Nachspielzeit scheint der Ball dann doch noch im Tor der Gunners zu liegen, der vermeintliche Ausgleichstreffer wird allerdings wegen einer Abseitsstellung von Joao Pedro aberkannt.
Mit diesem Arbeitssieg festigt Arsenal seine Position an der Tabellenspitze mit nun 64 Punkten und hält den direkten Verfolger Manchester City auf Distanz. Für Chelsea hingegen bedeutet das Ergebnis einen Rückschlag im Kampf um die internationalen Plätze; das Team muss Liverpool passieren lassen und findet sich nun auf Rang sechs wieder.