Hasenhüttl: "Southampton ein logischer Schritt"

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Ralph Hasenhüttl hat seine erste Pressekonferenz als Trainer des FC Southampton gegeben. Vor den Medienvertretern nennt der ehemalige Leipzig-Trainer den Posten in der Premier League als "logischen nächsten Schritt seiner Karriere".

Er wolle in England seine "Fußspuren im Schnee" hinterlassen, so der frühere Stürmer. Außerdem würde es für ihn nun "back to the roots" heißen, nachdem er in der verganenen Saison ein tolles Champions-League-Team trainiert habe.

Darüber, dass die Aufgabe bei den "Saints" keine leichte wird, ist sich der 51-Jährige bewusst.

Hasenhüttl kontert Klopp

"Hasi" präsentiert sich gut gelaunt und sorgt mit seinem Schmäh für einige Lacher bei den anwesenden Journalisten.

"Die Titanic ist hier weggefahren. Ich hoffe, ich krache nicht in den ersten Eisberg, der auf mich wartet", sagt er beispielsweise über seine Gedanken, als er erstmals von einem Angebot aus Southampton erfuhr.

Obwohl er sich einen guten Ruf als Trainer in Deutschland erarbeitet hat, ist sich der 51-Jährige bewusst, dass das es keine Garantien für Erfolg gibt. Wenn man Garantien haben wolle, dann müsse man sich eine Waschmaschine kaufen.

Auch auf Liverpools Trainerstar Jürgen Klopp, der englischen Journalisten zuletzt die Bedeutung des Namens Hasenhüttl erklären wollte kontert der Grazer. "Er hat gesagt, 'Hüttl' bedeutet nichts. Damit hat er nicht recht. Vielleicht ist er schon zu lange in England und sein Englisch ist schon besser als sein Deutsch."

So sah er die Pleite gegen Tottenham

Die erste Partie nach der Trainer-Entlassung verloren die "Saints" klar mit 1:3 bei den Tottenham Hotspur (Spielbericht). Hasenhüttl verfolgte das Match im legendären Wembley Stadium von der Tribüne aus.

"Was ich am meisten gemocht habe war der Support der Fans. Es hat mir gezeigt, dass die Beziehung zwischen Mannschaft und Fans gut ist, aber sie werden einen anderen Stil akzeptieren müssen", sagt Hasenhüttl.

Über seine Hauptaufgabe in Southampton lässt er vor den Medienvertretern keine Zweifel aufkommen. "Das oberste Ziel ist, aus der Abstiegszone zu kommen. Der Fokus liegt darauf, so schnell wie möglich in der Tabelle nach oben zu klettern."

Wenig Zeit

Auf den Neo-Southampton-Trainer wartet eine enorm fordernde Aufgabe bis zum Jahreswechsel. Am Samstag gibt er sein Debüt beim Auswärtsmatch in Cardiff, dann warten Arsenal, West Ham, Manchester City und Huddersfield.

"Wir haben viele Spiele in der nächsten Zeit und wer meinen Fußball kennt der weiß, dass es alles um Training und Verhalten geht. Wenn wir jetzt also wenig Chancen haben zu trainieren, wird es sehr schwer Dinge zu ändern", erklärt Hasenhüttl.

Es würde vor allem Arbeit an der Defensive benötigen.

"Mein Stil passt nach England"

Schon im Sommer hatte es immer wieder Gerüchte um ein Hasenhüttl-Engagement in England gegeben - damals als Nachfolger des legendären Arsene Wenger bei Arsenal. "Mein Name war nicht groß genug für die Top-6-Klubs", so der Steirer auf der PK.

Trotzdem ist er sich sicher: "Ich glaube, dass meine Art von Fußball sehr gut in diese Liga passt und ich möchte, dass meine Spieler das zeigen."

Die Premier League schätzt er als sehr physische Liga ein. "Das Tempo ist hoch und ich möchte es gar nicht mit Deutschland vergleichen, aber das ist die Art wie ich gerne spiele."

Aktuell belegt Southampton den 18. Tabellenplatz, es kommt also viel Arbeit auf Ralph Hasenhüttl zu. "Es ist hart, aber ich fürchte mich nicht. Dieser Schritt ist nicht der einfachste, aber ich wollte es nie einfach", so Österreichs erster Premier-League-Trainer.

Textquelle: © LAOLA1.at

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