Premier League startet eigenen Streamingdienst
Die englische Premier League plant ab der nächsten Saison die Einführung einer eigenen Streaming-Plattform namens "Premier League Plus".
Die englische Premier League plant ab der kommenden Saison die Einführung einer eigenen Streaming-Plattform im Stil von Netflix. Das kündigte Geschäftsführer Richard Masters am Donnerstag an.
Premier League Plus startet in Singapur
Der Dienst, der "Premier League Plus" heißen wird, soll zunächst in Singapur starten und bei Erfolg möglicherweise "weltweit repliziert" werden.
"Es ist ein sehr langer, gut durchdachter Prozess, sorgfältig ausgewählt", sagte Masters auf dem Financial Times Business of Football Summit in London.
"Zum ersten Mal wird die Premier League eigene Kunden haben. Wir werden uns mit Promotion, Preisgestaltung, Kundenabwanderung, Distribution und all diesen Dingen befassen müssen, wir wollen ein Geschäft aufbauen."
Neue Strategie für den globalen Markt
"Wir wollen auch lernen, wie dies weltweit repliziert werden könnte", fügte Masters hinzu. Die neue Plattform könnte die Art und Weise, wie Fans die beliebteste Liga der Welt konsumieren, grundlegend verändern. Die Liga gibt an, ein weltweites Publikum von 1,87 Milliarden Menschen zu haben und in 189 Ländern verfolgt zu werden.
Es gab schon länger Gerüchte über die Einführung einer "Premflix"-Plattform. Bisher hatte die Liga ihre Übertragungsrechte stets an unabhängige Sender verkauft, wie etwa Sky Sports in England und NBC in den Vereinigten Staaten.
Zusätzlich eröffnet die Liga einen neuen Produktionshub in London namens "Premier League Studios". "Was wir mit Premier League Plus in Singapur tun, dient wirklich dem Lernen und dem Aufbau des Geschäfts", sagte Masters.
"Wenn es gut läuft, kann es repliziert werden. Ich denke, zu diesem Zeitpunkt möchte man nicht weiter als bis dahin voraussagen."