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Ehemaliger Salzburger Akademie-Coach berichtet über Morddrohungen

Tonda Eckert schaffte mit dem FC Southampton beinahe den Premier-League-Aufstieg, eine unerlaubte Spionage kostete den "Saints" aber das Endspiel.

Ehemaliger Salzburger Akademie-Coach berichtet über Morddrohungen Foto: © IMAGO / Shutterstock

Tonda Eckert war 2016/17 Co-Trainer von Marco Rose in der U18-Mannschaft des FC Red Bull Salzburg. In der abgelaufenen Saison machte der Deutsche auf der Insel auf sich aufmerksam.

Zuerst gelang ihm mit Southampton der Durchbruch als Cheftrainer im Profifußball, er führte die "Saints" bis ins Finale der Playoffs um den Aufstieg in die Premier League.

Eckert war verantwortlich

Um dieses Endspiel brachte den Klub allerdings das "Spionage Gate", Eckert ließ vor dem Halbfinale Gegner Middlesbrough auskundschaften. Der 2:1-Sieg wurde Southampton aberkannt und das Spiel für den Gegner gewertet.

Danach wartete keine einfache Zeit auf ihn. "Ich habe es autorisiert, deshalb liegt die Gesamtverantwortung bei mir. Gerade in England sind in der Rolle des Managers viele Aufgaben gebündelt. Die Entscheidung war falsch und hatte riesige Folgen für Spieler, Fans und den Verein", berichtet er dem "kicker".

Auf den Klub warten zur neuen Saison zudem vier Minus-Punkte. Auf Eckert wartete eine Hass-Welle. "Darauf wird man nicht vorbereitet. Ich bin kaum in sozialen Netzwerken aktiv, was in dieser Situation hilfreich war. Trotzdem fanden Menschen Wege, mir Drohungen zukommen zu lassen", so der Deutsche.

Eckert musste Polizei einschalten

Eckert habe damals auch Schlafprobleme gehabt. "Es gab sie. Vor allem gab es ein permanentes Gedankenkarussell", berichtet der einstige Rose-Co.

Noch weitaus schlimmer seien Morddrohungen gewesen, die er erhalten habe. "Das konnte nicht mehr ohne Polizei ablaufen. Ich möchte nicht auf Details eingehen, nur so viel: Mir wurde empfohlen, nicht mehr selbst zu fahren, sondern hinten im Auto zu sitzen. Das war sehr schwierig", so der Ex-Salzburg-Nachwuchs-Coach.

Der Klub hielt trotz Kritik an seinem Coach fest. "Dieses Bekenntnis kam von der Klubführung, den Mitarbeitern und den Spielern, was mir enorm viel bedeutet hat. Danach war für mich klar, dass ich dieses Vertrauen zurückgeben möchte", sagt Eckert.

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