Endstand
3:3
2:2 , 1:1
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Spektakuläre Punkteteilung im Breisgau

Leverkusen gleicht zweimal schnell aus und dreht die Partie sogar, muss sich am Ende aber mit einem Zähler begnügen. Leipzig mit einem glücklichen Ende.

Spektakuläre Punkteteilung im Breisgau Foto: © GETTY

Die Zuschauer in Freiburg bekommen einiges geboten! Der SC Freiburg trennt sich nach zwei Führungen mit einem 3:3 von Bayer Leverkusen.

ÖFB-Legionär Philipp Lienhart steht dabei nicht im Aufgebot der Breisgauer.

Zu Beginn zeigt sich die Elf von Julian Schuster äußerst engagiert. Christian Günter leistet die Vorarbeit und Grifo besorgt die Führung (34.). Die Freude währt jedoch nur kurz, denn Kasper Hjulmands Truppe hat die passende Antwort parat: Martin Terrier bedient Kofane, der prompt zum Ausgleich trifft (37.).

Kurz vor dem Pausenpfiff überschlagen sich die Ereignisse. Zunächst bringt Suzuki Freiburg nach Vorarbeit von Philipp Treu erneut in Front (43.), doch in der Nachspielzeit gelingt Grimaldo noch der Ausgleich für die Werkself (45.+4).

Ginter mit dem späten Ausgleich

Der zweite Durchgang beginnt für die Gäste nach Maß, als Terrier Leverkusen nach Vorlage von Kofane erstmals in diesem Spiel in Führung bringt (52.).

Freiburg gibt sich jedoch nicht auf. Trainer Schuster bringt frische Kräfte, darunter Derry Lionel Scherhant für Torschütze Grifo. Ein Wechsel, der sich in der Schlussphase bezahlt macht: Scherhant liefert das Zuspiel für Matthias Ginter, der per Kopf den viel umjubelten Ausgleich erzielt (86.).

In der Schlussminute scheint die Partie noch einmal zu kippen, als der Ball erneut im Tor der Leverkusener landet, doch der Video-Assistent erkennt eine Abseitsposition von Ginter, weshalb der Treffer keine Anerkennung findet.

Am Ende steht ein 3:3, das keinem der beiden Teams den ganz großen Sprung ermöglicht. Bayer Leverkusen festigt mit nun 44 Zählern den sechsten Tabellenplatz und bleibt auf Kurs für das internationale Geschäft. Der SC Freiburg steht mit 34 Punkten weiterhin auf Rang acht, hält jedoch den Abstand zu den Verfolgern.

Spätes Glück für RBL

In der Red Bull Arena sieht es lange Zeit nach einem Punktverlust für RB Leipzig aus, ehe das Spiel gegen den FC Augsburg spät gedreht wird und mit 2:1 endet.

Früh versucht es Christoph Baumgartner für die Sachsen, sein Schuss verfehlt jedoch das Ziel (5.). Die wohl größte Möglichkeit des ersten Durchgangs gehört allerdings den Gästen: Nach Videobeweis entscheidet Schiedsrichter Martin Petersen auf Strafstoß. Keven Schlotterbeck tritt an, lässt diese riesige Chance jedoch liegen (23.).

Besser machen es die Fuggerstädter kurz vor dem Pausenpfiff, als Robin Fellhauer nach Vorarbeit von Fabian Rieder die nicht unverdiente Führung für den Außenseiter besorgt (39.).

Spätes Eigentor zur Entscheidung

Auch nach dem Seitenwechsel bleibt Leipzig bemüht, das Blatt zu wenden. Abermals kommt ÖFB-Nationalspieler Baumgartner zum Abschluss, setzt den Ball aber erneut neben das Gehäuse (50.). Die Hausherren drängen weiter, müssen sich jedoch bis zur Schlussviertelstunde gedulden, ehe Yan Diomande den erlösenden Ausgleich markiert (76.).

In einer dramatischen Schlussphase steht auch der zweite österreichische Startelf-Spieler, Nicolas Seiwald, im Fokus, dessen Schuss aufs Tor jedoch pariert wird (86.). Auf der Gegenseite kommt Michael Gregoritsch in den letzten Minuten in die Partie (85.), kann offensiv aber keine Akzente mehr setzen.

Die Entscheidung fällt schließlich in der regulären Spielzeit auf tragische Weise für die Gäste: Arthur Chaves lenkt den Ball unglücklich ins eigene Netz (90.) und besiegelt damit die Niederlage seiner Mannschaft.

Mit diesem späten Heimerfolg hält RB Leipzig den Anschluss an die Champions-League-Ränge und setzt die Konkurrenz unter Druck. Der FC Augsburg muss trotz einer couragierten Leistung ohne Punkte die Heimreise antreten und verpasst den Sprung in die obere Tabellenhälfte.

Stuttgart lässt Punkte in Mainz

Der VfB Stuttgart muss sich beim 1. FSV Mainz 05 mit einem 2:2 begnügen.

Nachdem Lee Jae-sung (39.) für die Führung sorgt, drehen Ermedin Demirovic (76.) und Deniz Undav (77.) das Spiel, ehe Danny da Costa (90.) den Endstand markiert.

Urs Fischers Truppe überlässt den Gästen zwar mit nur 39 Prozent Ballbesitz das Feld, agiert vor dem Tor aber deutlich zwingender. Zwar prüft Stuttgarts Maximilian Mittelstädt früh den Mainzer Torhüter (4.), doch die Hausherren erarbeiten sich in der Folge ein Übergewicht an Chancen.

Dabei rücken auch die österreichischen Legionäre in den Fokus: Philipp Mwene schaltet sich aktiv in das Offensivspiel ein, verfehlt mit seinem Schuss jedoch das Gehäuse (32.). In der Defensive sorgt sein Landsmann Stefan Posch über die gesamte Spielzeit für Stabilität.

Kurz vor dem Pausentee belohnt sich Mainz für den Aufwand, als Lee Jae-sung eine Vorlage von Danny da Costa per Kopf zur 1:0-Führung verwertet.

Auch im zweiten Durchgang bleibt Mainz gefährlich: Kaishu Sano scheitert am gegnerischen Schlussmann (50.) und Paul Nebel hat Pech, als sein Versuch nur am Pfosten landet (66.).

Sebastian Hoeneß reagiert auf den Rückstand mit Wechseln, was der Partie eine drastische Wendung gibt. Binnen zwei Minuten schockt Stuttgart die Gastgeber: Zunächst gleicht Demirovic nach Vorarbeit von Undav aus (76.), fast im direkten Anschluss trifft Undav selbst zur 2:1-Führung (77.).

Mainz wirft in der Schlussphase alles nach vorne und kommt durch Da Costa per Kopf doch noch zum Ausgleich (90.). Unmittelbar danach kommt mit Nikolas Veratschnig ein weiterer ÖFB-Legionär ins Spiel, um das Remis über die Zeit zu bringen.

Das Unentschieden hilft dem VfB Stuttgart, den Champions-League-Platz zu festigen, da der Vorsprung auf die Verfolger gewahrt bleibt. Mainz sammelt einen wichtigen Zähler für die Moral im unteren Tabellendrittel, tritt aber tabellarisch auf der Stelle.

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