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Robert Glatzel
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Fisnik Asllani
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Tim Lemperle
Klubrekord! So oft gewann Hoffenheim noch nie
Christian Ilzers Elf hält beim HSV die Chancen auf den CL-Platz aufrecht, eine Europacup-Teilnahme ist fix.
Die TSG Hoffenheim ist nächstes Jahr europäisch vertreten. Mit einem 2:1 beim Hamburger SV ist zumindest der sechste Rang in der deutschen Bundesliga fix, diese würde mindestens zur Teilnahme an der Conference-League-Qualifikation berechtigen.
Aktuell liegt die Elf von Christian Ilzer vor dem Heimspiel des VfB Stuttgart gegen Werder Bremen auf dem vierten Rang, der sogar die Champions League einbringen würde.
Der 17. Saisonsieg markiert einen neuen Vereinsrekord. Auf die Bestmarke in Sachen Punkte aus der Saison 2016/17, als Hoffenheim Vierter wurde, fehlen noch fünf Zähler.
Die Begegnung startet von Beginn an rasant, wobei die Hoffenheimer schnell zeigen, dass sie sich im Volksparkstadion nicht verstecken wollen. Zwar krallt sich Polzins Elf im Laufe des Spiels 55 Prozent des Ballbesitzes, doch die Kraichgauer wirken im Abschluss zwingender.
So dauert es nicht lange, bis die Gäste jubeln: Fisnik Asllani schlägt nach Vorarbeit von Vladimir Coufal zu und bringt die TSG eiskalt in Front.
Ausgleich durch Elfmeter
Der HSV zeigt sich jedoch keineswegs geschockt und antwortet mit Wut im Bauch. Der Druck gipfelt in der Entstehung eines Elfmeters, für den TSG-Schlussmann Oliver Baumann die Gelbe Karte kassiert. Hamburgs Top-Stürmer Robert Glatzel legt sich den Ball auf den ominösen Punkt und verwandelt routiniert zum umjubelten Ausgleich.
Wer nun allerdings denkt, die Hausherren würden das Momentum vor der Pause komplett auf ihre Seite ziehen, wird eines Besseren belehrt. Kurz vor dem Halbzeitpfiff schlägt Hoffenheim durch Tim Lemperle, der stark von Albian Hajdari vorbereitet wird, zurück und stellt den 1:2-Pausenstand her.
Prass kommt für die Schlussphase
Im zweiten Spielabschnitt entwickelt sich eine zunehmend fahrige und hitzige Begegnung. Schiedsrichter Robert Schröder hat alle Hände voll zu tun und muss insgesamt 29 Fouls – elf beim HSV, 18 bei der TSG – ahnden.
Merlin Polzin wirft von der Seitenlinie aus noch einmal alles in die Waagschale und schöpft sein volles Wechselkontingent von fünf frischen Kräften aus. Unter anderem bringt er Albert Sambi Lokonga und Giorgi Gocholeishvili ins Spiel, während Bakery Jatta, der zuvor nach einem Zusammenprall bereits schmerzhaft auf dem Boden liegt, den Rasen verlässt. In der 75. Minute kommt zudem bei der TSG Alexander Prass für Andrej Kramaric.
Doch trotz aller Bemühungen bleiben die Angriffswellen der Norddeutschen meist an der kompakt stehenden Abwehrreihe um TSG-Verteidiger Robin Hranac hängen, die hervorragend eingestellt ist. Aus elf Gesamtschüssen resultieren lediglich fünf direkte Abschlüsse auf das Tor von Baumann – zu wenig, um das Spiel noch zu drehen.
Ilzers Truppe hingegen bleibt durch Konter stets gefährlich und verzeichnet am Ende ein Chancenplus von satten 16 Torschüssen, wovon acht direkt auf das Gehäuse kommen.