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Wimmer über VfL-Krise: "Vielleicht haben wir zu viele Spieler"

Für den ÖFB-Legionär und Wolfsburg steht am kommenden Wochenende der Abstiegskracher gegen Werder an. Vor dem Spiel spricht er u.a. über die Gründe der Krise.

Wimmer über VfL-Krise: "Vielleicht haben wir zu viele Spieler" Foto: © GETTY

Der VfL Wolfsburg steckt knöcheltief im Abstiegskampf.

Seit drei Runden liegen die Autostädter mit ÖFB-Legionär Patrick Wimmer auf einem Abstiegsplatz. Als 17. fehlen dem VfL derzeit drei Punkte auf den Relegationsplatz und vier Zähler aufs rettende Ufer.

"Dass die Lage brenzlig ist, wissen wir alle", erzählt Wimmer im Interview mit der "Deichstube" vor dem Abstiegs-Clash gegen den Tabellen-15. Werder Bremen (Samstag, ab 15.30 im LIVE-Ticker).

Wimmer musste bei Talfahrt zuschauen

Dazu kommt für den Offensivspieler, dass er in den enttäuschenden letzten Wochen verletzt gefehlt hatte. Wimmer gab erst am vergangenen Spieltag gegen Hoffenheim sein Comeback nach überstandenem Muskelfaserriss.

"Als Fußballer ist es das Schlimmste, wenn man von draußen zuschauen muss und dann vielleicht nicht den besten Fußball, sondern einige negative Sachen sieht. Darum war das für mich fast noch schlimmer, als wenn ich hätte spielen können", so der Ex-Austrianer.

Wolfsburg-Abstieg wäre "größere Katastrophe als damals mit Bielelfeld"

Bei seiner Verletzungs-Rückkehr stand mit Dieter Hecking ein neuer Coach an der Seitenlinie. Er ist bereits der dritte Wölfe-Trainer in dieser Saison. Laut Wimmer habe er einen klaren Plan und versuche es so einfach wie möglich zu machen. "Ich glaube, das ist jetzt in der Situation das Wichtigste und gibt uns ein gutes Gefühl."

Das große Ziel ist natürlich, den Abstieg zu verhindern. Daran scheiterte Wimmer schon einmal in der deutschen Bundesliga: 2021/22 stieg er mit Bielefeld ab. "So ein Abstieg ist nichts Schönes, ich habe das leider einmal selbst schmerzlich erleben müssen", erzählt der 24-Jährige.

Deshalb möchte er seinen zweiten Abstieg aus der Bundesliga "mit aller Macht" vermeiden: "Denn für einen Verein wie Wolfsburg wäre das eine noch viel größere Katastrophe als für mich damals mit Bielefeld."

Die Gründe für die Krise

Weshalb Wolfsburg in dieser Saison so sehr enttäuscht, kann sich der ÖFB-Kicker nicht wirklich erklären. Es gebe allerdings verschiedene Faktoren.

"Da ist die generelle Unruhe zu nennen, aber auch die Spielerqualität – und vielleicht haben wir auch einfach zu viele Spieler im Kader", so Wimmer. Der VfL hat mit 33 Spielern den größten Kader der Liga, nur sechs Teams haben laut "transfermarkt" einen höheren Marktwert.

Gäbe es aber einen Hauptgrund, "hätten wir es schon lange geändert", betont Wimmer.

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